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DEL : Eisbären gegen München ohne Baxmann

Durch den andauernden Streik in der Nordamerikanischen Profi-Eishockeyliga spielen immer mehr Superstars in Deutschland - auch beim nächsten Gegner der Eisbären, der EHC München.

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Unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: Eisbären-Trainer Don Jackson.
Unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: Eisbären-Trainer Don Jackson.Foto: dapd

Der Arbeitskampf in der National Hockey-League (NHL) macht es möglich, dass in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) immer mehr Spieler von Weltklasse auflaufen. So tritt der EHC München, ansonsten Liga-Mittelmaß, am Sonntag bei den Eisbären mit zwei Stars in Berlin an, die sich im Normalfall wohl kaum zu einem Klub wie den Münchnern verirren würden: Neben NHL-Stürmer Blake Wheeler haben die Bayern nun mit Paul Stastny einen zweiten Nationalspieler der USA im Aufgebot. Stastny, der eigentlich bei der Colorado Avalanche in der NHL spielt und dort pro Saison über sechs Millionen Dollar verdient, trägt einen prominenten Namen: Sein Vater Peter, ehemaliger Eishockeystar, ist bis heute größter Sportstar in der Slowakei.

 Es sieht so aus, als sollten Stastny, Wheeler und die Berliner NHL-Stars Daniel Brière und Claude Giroux noch für eine Weile in der DEL bleiben: Am Freitag sagte die NHL alle Spiele bis zum 14. Dezember ab, weil die Verhandlungen um einen neuen Tarifvertrag zwischen Klubeignern und Spielergewerkschaft weiterhin kein Ergebnis gebracht haben.

 Bisher hat Paul Stastny in seinen drei Spielen für München überzeugt, am Freitag beim 3:0 des EHC gegen Wolfsburg war er vor den Augen seines auf der Tribüne zuschauenden Vaters an allen drei Treffern der Bayern beteiligt. Die Eisbären erwartet somit heute (Beginn 14.30 Uhr) in der Arena am Ostbahnhof ein härteres Stück Arbeit, als es die Tabelle erscheinen lässt. Denn da ist der EHC München  nur auf Rang zwölf. Die Berliner haben es ihrerseits versäumt, am Freitag zur Spitze aufzuschließen.

 Der Tabellenvierte Eisbären verlor 1:3 beim Tabellendritten Hamburg Freezers und beklagt zudem nach dem zur Untersuchung in den USA weilenden Giroux nun noch zwei angeschlagene Spieler: Jens Baxmann erlitt in Hamburg eine Rippenprellung und André Rankel eine Knieverletzung. Baxmann wird den Eisbären am Sonntag fehlen, Rankel  trainierte am Sonnabend zwar schon wieder, aber sein Einsatz ist ungewiss.



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