DEL : Eisbären können doch noch siegen: 3:2 in Wolfsburg

Die Eisbären rappelten sich nach einem 0:2-Rückstand noch einmal auf und drehten das Spiel in Wolfsburg im letzten Drittel.

Alexander Heldt

Wolfsburg - Was ein Bauerntrick ist, weiß natürlich auch Rob Zepp. Normalerweise fällt der Eisbären-Torhüter darauf nicht rein. Im Spiel der Berliner beim EHC Wolfsburg war es in der sechsten Minute doch wieder einmal so weit: Andreas Morczinietz kurvte mit hohem Tempo hinter dem Gehäuse herum und spitzelte den Puck an Zepp vorbei – zum viel umjubelten 1:0 für die Gastgeber gegen einen Tabellenführer, der nach drei Niederlagen in Folge im 37. Saisonspiel etwas verunsichert wirkte. Schließlich hatten auch die Eisbären-Verteidiger eine Aktie an diesem Treffer. Aber zumindest Zepp steigerte sich danach in eine Glanzform. Er hielt allein noch im ersten Drittel vier hundertprozentige Chancen. Vor allem ihm war es zuzuschreiben, dass der EHC Eisbären letztlich noch mit 3:2 (0:1, 1:1, 2:0) siegte.

Die Berliner, bei denen die verletzten Frank Hördler (Knie) und Travis James Mulock (Leiste) ebenso fehlten wie ihr nach einer Spieldauerdisziplinarstrafe gesperrter Kapitän Steve Walker, bewiesen Kampfgeist. Obwohl bis nach dem zweiten Drittel, in dem Kai Hospelt sogar auf 2:0 erhöht hatte, das Chancenverhältnis 10:4 für Wolfsburg stand, rappelten sich die Berliner oft zu gefährlichen Kontern auf. Tyson Mulock und Derrick Walser brachten die Eisbären auch vom Ergebnis her wieder ins Spiel. Und als in der 44. Minute Rob Zepp den zweiten Bauerntrickversuch von Morcinietz abgewehrt hatte, hatten sie sich längst ein Übergewicht verschafft. Beim Siegtreffer war das Team vom Glück begünstigt. Zwar wurde als Torschütze Sven Felski angegeben, aber der Wolfsburger Arvids Rekis hatte den Puck ins eigene Tor abgelenkt.

Eisbären-Trainer Don Jackson war nach dem Spiel zufrieden. „Wolfsburg war am Anfang stärker, aber wir sind in den letzten 30 Minuten besser geworden“, sagte er. 

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