DEL : Eisbären siegen 5:3 in Ingolstadt

Erst nach dem Rückstand in Ingolstadt wachten die Eisbären auf und kamen gegen den Tabellendreizehnten zum einem 5:3-Sieg.

Robert Senner[Ingolstadt]

Zu Beginn des Spiels waren die Profis des EHC Eisbären sichtlich überrascht von ihrem Gegner. Der ERC Ingolstadt, der Tabellendreizehnte der Deutschen Eishockey-Liga, begann engagiert. Das Team von Trainer Greg Thomson ließ zwar zahlreiche Chancen ungenutzt, führte aber ein ums andere Mal die Hintermannschaft des Titelverteidigers vor. Logische Konsequenz daraus war der Berliner Rückstand durch einen Treffer von Jason Holland. Doch das 0:1 weckte die Eisbären auf, die schließlich noch 5:3 (2:1,2:2,1:0) siegten.

Gegen Hollands Schlagschuss zu Ingolstadts 1:0 in Überzahlspiel hatte der gut haltende Berliner Torwart Rob Zepp keinerlei Abwehrmöglichkeit, doch anschließend begannen seine Teamkollegen ihre Offensivqualitäten auszuspielen. In der Verteidigung standen die Eisbären fortan gefestigt und nach vorne erarbeiten sie sich nach und nach Chancen. Den Ausgleich erzielte Andre Rankel und in der 18. Minute tanzte Sven Felski die komplette Ingolstädter Mannschaft aus und netzte zur Berliner Führung ein.

Steve Walker setzte Anfang des zweiten Drittels mit der 3:1-Führung noch einen oben drauf, ehe die Gastgeber wieder dominierten. Die Bayern glichen durch Michael Waginger und Yves Sarault aus und das Spiel begann ab der 24. Minute von neuem. Es entwickelte sich eine spannende, aber keine hochklassige Partie, dafür boten beide Teams nur phasenweise stabiles Eishockey. Erst als sie den Ausgleich kassiert hatten, gingen die Berliner wieder mit mehr Aufmerksamkeit zu Werke.

Beaufait bediente Richie Regehr und der erzielte die erneute Führung der Gäste. Andre Rankel erhöhte im letzten Drittel nach einer erneuten Ingolstädter Drangphase auf 5:3. Wenig später traf ein hoher Stock von Sarault Berlins Florian Busch unglücklich und Ingolstadt musste das Spiel dezimiert fortsetzen. Die folgende Spieldauerdisziplinarstrafe nahm, wie auch Eisbären-Trainer Don Jackson zugab, dem Spiel die Spannung und ermöglichte es den Eisbären drei Punkte sicher nach Hause zu bringen. Bis zum Ende brachte dann nur noch das erregte Publikum, das den Unparteiischen lautstark beschimpfte, Unruhe ins Spiel. Auf dem Eis war die Entscheidung längst gefallen.

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