DEL : Eisbären wieder auf Platz zwei

Die Eisbären haben die 1:6-Klatsche bei den Hamburg Freezers vor zwei Tagen gut weggesteckt: Mit dem 6:4-Heimsieg über den EHC Wolfsburg errangen die Berliner wieder die zweite Tabellenposition in der Deutschen Eishockey-Liga.

BerlinAuf den am Sonntag spielfreien Spitzenreiter aus Hannover (67 Punkte) haben die Berliner jetzt nur noch drei Zähler Rückstand. Allerdings hatten die Eisbären vor 13.500 Zuschauern zunächst mehr Mühe als erwartet. Nach dem 1:0 durch Nathan Robinson (8.) verflachte das Spiel, so dass die Gäste aus Niedersachsen das Match lange Zeit ausgeglichen gestalten konnten. Alexander Weiß, Tyson Mulock und Stefan Ustorf stellten dann aber im zweiten Drittel die Weichen zum Sieg der Gastgeber, Denis Pederson und erneut Nathan Robinson erhöhten das Ergebnis im Schlussgang.

Zwar blieben die Gäste immer gefährlich und kamen durch Christoph Höhenleitner, Ken Magowan, Andreas Morczinietz und Mike Green zu eigenen Treffern, doch machte diesmal der Torhüter den Unterschied: Während Rob Zepp im Berliner Kasten Glanzparaden zeigte, war Oliver Jonas - vor Jahren noch selbst im Berliner Tor - bei den ersten drei Treffern der Eisbären nicht unschuldig. Damit verlängerten die Berliner ihre Heimserie gegen den EHC Wolfsburg auf nunmehr fünf Siege in Folge. Den bislang einzigen Sieg in Berlin hatten die Grizzlys am 3. Dezember 2004 vor mehr als vier Jahren mit 4:2 gelandet.

Kölner Haie enttäuschten

Im mit Spannung erwarteten rheinischen Duell zwischen Krefeld und Düsseldorf - erstmals war der Königpalast mit 8029 Plätzen schon eine Woche vor dem Match ausverkauft - gab es in der regulären Spielzeit keinen Treffer. "Es gab keine guten Chancen, aber es war ein gutes Spiel", meinte Krefelds Kapitän Herberts Vasiljevs, nachdem er in der vierten Minute der Verlängerung das Tor des Tages erzielt hatte. Im Gehäuse den Düsseldorfer konnte sich der 23-jährige Jochen Reimer dennoch mit glänzenden Paraden auszeichnen und vertrat Top-Goalie Jamie Storr (Innenbandriss im linken Knie) wiederum großartig.

Die Kölner Haie enttäuschten beim 3:4 (2:1, 1:0, 0:3) gegen die Straubing Tigers ihre 11.259 Fans und müssen nun um den Einzug in die Preplayoffs (Ränge 7-10) zittern. Todd Wariner und Alexej Dmitriev schossen eine 2:0-Führung heraus, doch Calvin Elfring (18.) gelang noch im ersten Drittel der Anschlusstreffer. Auch das 3:1 durch Daniel Rudslätt stellte nicht die Weichen in Richtung Sieg, weil Eric Chouinard mit einem Doppelpack und sein kanadischer Landsmann Eric Meloche das Spiel noch drehten. Köln musste ohne sein Müller-Trio antreten: Der tumorkranke Goalie Robert Müller bekam von den Ärzten das Stopplicht nach einem Schwächeanfall, Moritz Müller fehlte wegen Infekts, Namensvetter Marcel wegen einer Handverletzung. (sba/dpa)

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