DEL : Es wird eisig für die Eisbären

Die Eisbären Berlin verlieren durch ein 2:3 am Dienstagabend bei den Augsburger Panthern ihr zweites Spiel in Folge.

Michael Klein[Augsburg]

Augsburg - Dass Zuschauer beim Eishockey auf höchstem Niveau frieren müssen, ist mittlerweile eine Rarität in Deutschland. Im Curt-Frenzel-Stadion in Augsburg war es gestern jedoch wieder mächtig zugig: Bei Minusgraden bibberten 2974 Zuschauer im offenen Stadion. Und die frostige Atmosphäre schien auch den Gegner der Augsburger Panther zu lähmen: Die Eisbären unterlagen 2:3 (0:1, 1:1, 1:1).

Schon zu Beginn zeigten die Berliner, dass sie sich in gut klimatisierten Hallen offensichtlich wohler fühlen – sie agierten fahrig und unkonzentriert. Und ermöglichten den Panthern so die Führung: Nachdem gegen die Gäste eine zweifelhafte Strafe wegen eines Wechselfehlers verhängt worden war, schlenzte Jeff Likens den Puck in Überzahl von der blauen Linie ins Tor. Und durch eine nahezu identische Aktion erhöhte Augsburg sogar auf 2:0 – diesmal traf Jamie Hunt im Powerplay von der blauen Line.

Doch der Rückstand weckte die Eisbären zumindest vorübergehend auf, denn im Mittelabschnitt dominierten sie den Gegner deutlich, scheiterten allerdings im Minutentakt mit besten Gelegenheiten am starken Augsburger Torhüter Dennis Endras. Erst in der 34. Minute gelang es Tyson Mulock schließlich nach einem Alleingang, den Puck hinter die Torlinie zu befördern. Für ihre schlechte Chancenverwertung wurden die Berliner dann im letzten Drittel prompt bestraft:  Der Norweger Mathis Olimb überwand den unglücklich agierenden Rob Zepp im Tor der Eisbären.

Zwar verkürzten die Berliner durch einen wuchtigen Schuss von Verteidiger Richie Regehr noch einmal auf 2:3, doch zu mehr reichte es an diesem kühlen Abend in Augsburg nicht. Auch weil sich Stürmer Nathan Robinson auf seine ganz eigene Weise aufheizte, indem er Likens zunächst hart gegen die Bande checkte und nach einer anschließenden Boxeinlage mit Mark Murphy nicht nur eine fünfminütige Strafe, sondern auch zwei Spieldauerstrafen kassierte. „Das hat uns nicht unbedingt geholfen“, sagte Eisbären-Trainer Don Jackson. Michael Klein

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