DEL : Glücklicher Sieg der Eisbären

Die Eisbären Berlin sind nach einem 3:2-Heimerfolg über Krefeld wieder Tabellen-Zweiter. Dabei brachten die Pinguine die Berliner mit einem respektlosen Auftritt ins Wanken.

Katrin Schulze

BerlinDass die Gegner der Eisbären zurzeit mit großem Respekt nach Berlin reisen, ist bei einer Bilanz von elf Siegen in 14 Spielen nicht verwunderlich. Die Gäste aus Krefeld nahmen es vor dem gestrigen Spiel in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) dennoch sehr genau: Am Donnerstagmorgen fuhren sie nach Berlin, um sich in Ruhe auf das Duell vorzubereiten. Beim 3:2 (1:0, 0:1, 2:1) schien sich diese akribischen Vorbereitung zunächst auszuzahlen, denn die Krefeld Pinguine präsentierten sich vor 5000 Zuschauern im Wellblechpalast respektlos.

Obwohl die Pinguine in der DEL auf dem zwölften Tabellenplatz rangieren, zeigten sie eine starke kämpferische Leistung und waren den drittplatzierten Berlinern ein gleichwertiger Gegner. So entwickelten sie einige Chancen – bis Denis Pederson in der 13. Minute etwas glücklich in einer Überzahlsituation das 1:0 für die Berliner schoss. Doch dadurch ließen sich die Pinguine nicht aus dem Konzept bringen. Sie kombinierten munter weiter und drängten im Mittelabschnitt auf den Ausgleich. Durch diese offensive Spielweise, die wie Eisbären-Trainer Don Jackson bemerkte „oft in Fehlern mündet“, ließen sie in einem spannenden Spiel aber auch zahlreiche Chancen der Eisbären zu.

Pederson und Alexander Weiß, der von Bundestrainer Uwe Krupp für den Deutschland-Cup ins Nationalteam berufen wurde, scheiterten zweimal am ehemaligen schweizer Nationaltorwart Reto Pavoni. Und so kam es, dass Richard Pavlikovsky in einer doppelten Überzahl kurz vor Ende des zweiten Drittels durch einen Schlagschuss von der blauen Linie doch das 1:1 erzielte.

In der 48. Minute erhöhte Lynn Lyons mit einem Schuss in linke Eck sogar zum 2:1 für die Pinguine. Die Eisbären aber ergaben sich nicht – Christoph Gawlik versenkte nach einem Konter den Puck zum 2:2 und Deron Quint traf schließlich zum 3:2-Endstand. Die Eisbären kamen letztlich zu ihrem 12. Saisonsieg und kletterten auf Rang 2.

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