DEL : Kölns Manager fordert Liga-Reform

Der Sportkoordinator der Kölner Haie hat eine umfassende Struktur-Reform im deutschen Eishockey angeregt. Sein umfassendes Thesenpapier setzt die stärkere Förderung des deutschen Nachwuchses zum Ziel.

Berlin - Die bislang eher zweitklassige deutsche Nationalmannschaft soll mit Blick auf die Weltmeisterschaft 2010 im eigenen Lande verstärkt werden, erklärte Koordinator Rodion Pauels gegenüber dem Internetanbieter "hockeyweb.de". Kernpunkte seines Papiers sind die Verzahnung der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) und 2. Bundesliga zu einer DEL 1 und DEL 2 mit jeweils 12 Teams.

Zwischen beiden Staffeln sollten wieder Auf- und Abstieg möglich sein. Zudem soll jeder DEL-Club verbindlich aufgefordert werden, eine Mindestsumme in die Nachwuchsarbeit zu investieren. Nach dem Vorschlag des Kölner Managers sollten die Vereine der DEL 1 jährlich mindestens 250.000 Euro, die der DEL 2 mindestens 150.000 Euro in die Nachwuchsarbeit investieren müssen.

Attraktivität der Spiele soll erhöht werden

Die Reduzierung der Zahl der DEL-Teams hätte eine Verringerung der Vorrundenspieltage von 52 auf 44 zur Folge. "Damit wird jedes Spiel um 15 Prozent wichtiger, die Spiele können besser beworben werden", sagte Pauels. Zudem würden die Zahl der unattraktiven Dienstag-Spiele reduziert und die sportliche Attraktivität durch die Auf- und Abstiegsregelungen erhöht.

Die Anzahl der Ausländer-Lizenzen sollte in der DEL 1 schrittweise von derzeit zwölf auf sechs verringert werden, in der DEL 2 sogar auf vier je Verein. Damit könnten dem deutschen Nachwuchs selbst auf die Gefahr einer zwischenzeitlichen Qualitätsminderung hin größere Einsatzchancen gewährt werden. (tso/dpa)

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