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DEL : Pagé nicht mehr Trainer in München

Die Trainerzeit von Pierre Pagé beim EHC München ist nach nur einem Jahr wieder vorbei. Der Coach bekommt einen neuen Job bei Red Bull und verlässt daher den deutschen Eishockey-Erstligisten. In München hatte der eigenwillige Kanadier enttäuscht.

Trainer Pierre Pagé verlässt den EHC München nach nur einem enttäuschenden Jahr wieder. Wie der Verein aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Donnerstag bekanntgab, erhält der Kanadier beim Mutterkonzern Red Bull einen neuen Job. Als sogenannter Global Sports Director Hockey werde er das sportliche Eishockey-Konzept des Brauseherstellers sowie strategische Themen verantworten. Der EHC ist damit wieder auf Trainersuche - der ehemalige Berliner Meistercoach und vermeintliche Wunschkandidat Don Jackson hat Münchner Medienberichten zufolge aber abgesagt.

Pagé, der als Trainer der Eisbären Berlin zweimal DEL-Champion geworden war, hatte den EHC 2013 übernommen - die ambitionierten Ziele aber klar verfehlt. Als Vorrundensiebte scheiterten die Bayern in den Pre-Playoffs an den Iserlohn Roosters und verpassten damit den erstmaligen Einzug ins Viertelfinale. Vor allem Pagés eigenwillige Art und sein mitunter rauer Führungsstil sorgten für heftige Kritik. Über einen Weggang des ehemaligen NHL-Coachs und Auswahltrainers der kanadischen Nationalmannschaft wurde daher seit Wochen spekuliert.

Dabei herrschte am Donnerstag zunächst Unklarheit über die Zukunft Pagés, weil der EHC in seiner Pressemitteilung mit keinem Wort auf die Münchner Trainerstelle einging.

Als übergeordneter Eishockey-Sportdirektor von Red Bull soll der 65 Jahre alte Pagé künftig Spieler und Trainer beraten sowie im Scoutingbereich aktiv werden. Er ist damit das Pendant zum früheren Liverpool-Coach Gérard Houllier, der dieselben Aufgaben bei den diversen Fußballvereinen des Brauseherstellers innehat. (dpa)

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