DEL-Play-offs : Wenn Pinguine siegen, müssen Eisbären warten

Die Eisbären hatten am Dienstag schon mit Mannheim als Halbfinalgegner gerechnet, doch es kam erst einmal anders: Krefeld glich gegen Düsseldorf die Viertelfinalserie aus. Somit entscheidet sich erst Donnerstag, wer Berliner Gegner wird.

Claus Vetter
Krefeld Pinguine - DEG Metro Stars
Der erste Streich. Daniel Pietta trifft zum 1:0 für Krefeld.Foto: dpa

Das Gefühl kennen sie schon bei den Berliner Eisbären. Warten, rechnen und wieder warten: Schon ihrem Viertelfinalgegner Hamburg mussten die Berliner fünf Spiele lang zuschauen, bis sich die Freezers dann endlich gegen Frankfurt durchgesetzt hatten. Für das Play-off-Finale nun brauchen die Eisbären wieder Geduld: Die Krefeld Pinguine besiegten am Dienstag in einem dramatischen Spiel die Düsseldorfer EG 4:3. Somit steht es in der Viertelfinalserie 3:3. Erst am Donnerstag fällt in Düsseldorf die Entscheidung darüber, wer neben Berlin, Mannheim und Hannover ins Halbfinale vorrückt: Die Hannover Scorpions beendeten am Dienstag ihre Serie gegen den EHC Wolfsburg mit 4:2-Siegen. Sie gewannen 2:0 in Wolfsburg.

Immerhin beschränkt sich der Kreis möglicher Berliner Gegner nun auf zwei Teams: Siegt Krefeld im letzten Spiel gegen die DEG, dann spielen die Eisbären ab Sonntag ihre Serie gegen die Pinguine. Gewinnt Düsseldorf, dann ist Mannheim als Hauptrundenvierter Gegner des Hauptrundenersten Eisbären.

Eisbären-Trainer Jackson rechnet nun mit Krefeld als Halfinalgegner

Don Jackson rechnet nun allerdings mit Krefeld. "Wer Spiel sechs in so einer langen Serie gewinnt, der gewinnt meistens auch das siebte Spiel", sagt der Trainer der Eisbären. "Ich sehe Krefeld jetzt moralisch im Vorteil." Tatsächlich bewiesen die Krefelder am Dienstag in eigener Halle Moral: Nachdem sie einen 3:0-Vorsprung aus dem ersten Drittel im letzten Abschnitt verspielt hatten, gelang dem ehemaligen Berliner Chris Heid mit einem sehenswerten Schuss ins linke obere Toreck die Entscheidung zugunsten der Pinguine.    

Jackson meint zudem, "dass es normalerweise immer eine Überraschung in den Play-offs gibt". Schon von daher würde ihn ein  Weiterkommen der Pinguine nicht überraschen. "Aber egal, wer am Sonntag zum ersten Halbfinalspiel nach Berlin kommt, wir werden bestens vorbereitet sein." Unter den gut Vorbereiteten wird auch Verteidiger Richie Regehr sein, der seine Unterleibsverletzung auskuriert hat. Wegen eines Überangebots an Defensivkräften soll Constantin Braun dann Stürmer spielen, kündigt Jackson an. Im Angriff wird nämlich Stefan Ustorf wegen Komplikationen bei der Verheilung seines Kieferbruchs noch zwei Wochen fehlen, also wohl erst in der Finalserie wieder dabei sein können - falls der Meister aus Berlin diese dann auch wieder erreicht.

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