Sport : Dem Tor so fern

Der HSV verliert im Uefa-Pokal 0:1 gegen Thun

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Bern - Fußball-Bundesligist Hamburger SV findet auch im Uefa-Cup nicht zur Form des vergangenen Herbstes zurück. Die in diesem Jahr auswärts noch sieglosen Hamburger unterlagen am Donnerstagabend vor 20 000 Zuschauern in Bern dem FC Thun 0:1 (0:1). Damit muss der HSV nun vor dem Rückspiel am kommenden Donnerstag um das Erreichen des Achtelfinales bangen, worüber Trainer Thomas Doll nicht erfreut ist. „Da war mehr drin“, sagte er gestern nach der Niederlage. „Uns hat der letzte Biss gefehlt.“

Bei strömendem Regen hatten die Norddeutschen auch ohne die verletzten Rafael van der Vaart, Stefan Beinlich, Ailton und den gesperrten Khalid Boulahrouz gegen die Schweizer optische Vorteile. Im Mittelfeld versuchten vor allem David Jarolim und Piotr Trochowski, offensive Akzente zu setzen. Wirklich nachhaltig gelang ihnen das allerdings nicht, so dass die beiden HSV-Spitzen Sergej Barbarez und Benjamin Lauth zu wenig Vorlagen bekamen. In der ersten halben Stunde erspielte sich der Bundesligist keine Torchance. Die Schweizer schafften das zwar auch lange nicht, aber ihr erster Torschuss landete dafür nach 30 Spielminuten gleich im Hamburger Tor. Adriano schoss nach einem Konter aus halblinker Position den Ball an die Unterkante der Latte, von dort prallte er ins Tor. Vorausgegangen war ein Ballverlust von Raphael Wicky im Mittelfeld. „Ich mache Raphael keinen Vorwurf. Die ganze Mannschaft hat nicht zu ihrem Spiel gefunden“, sagte HSV-Trainer Doll.

An der optischen Überlegenheit der Hanseaten änderte der Rückstand zwar nichts, an ihrer Angriffsschwäche aber auch nichts – auch wenn nach 70 Minuten der Ausgleich nahe schien. Doch ein Treffer von Daniel van Buyten fand wegen eines vorausgegangenen Foulspiels von Barbarez keine Anerkennung. dpa

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