Sport : Den Alleingang eingelegt

NAME

Paris (dpa). Thomas Haas hat im Stade Roland Garros den Alleingang eingelegt – für alle anderen deutschen Tennis-Profis war das Abenteuer Paris schnell beendet. Der 24-jährige gebürtige Hamburger fegte den „Lucky Loser“ Feliciano Lopez aus Spanien mit 6:3, 6:4, 6:4 in 98 Minuten vom roten Sandplatz und zog souverän in Runde drei des zweiten Grand-Slam-Turniers der Saison ein. Nächster Kontrahent der deutschen Nummer 1 ist heute der Finne Jarkko Nieminen. Ein weiterer Sieg wäre einmalig für den in Florida lebenden Haas, denn er stand bei dem Sandplatz-Klassiker im Bois de Boulogne noch nie im Achtelfinale.

Für vier andere deutsche Spieler war die zweite Runde gestern zu schwer: Nach Jana Kandarr (Heidelberg) und Martina Müller (Hannover) schieden auch Jens Knippschild (Oberhausen) und Rainer Schüttler (Korbach) in Paris aus. Von 14 Deutschen im Hauptfeld – sieben Frauen und sieben Männern – ist nur noch der in Roland Garros an Nummer drei gesetzte Haas im Rennen um den Siegerscheck von 780000 Euro.

„Ich bin sehr zufrieden, dass es geklappt hat. Ich habe die Big Points gemacht, und am Ende gibt jeder Sieg Selbstvertrauen“, meinte Haas, der auch diesmal seine Schulterschmerzen („Bitte keine weiteren Fragen dazu“) im Match ausblenden konnte. Den Linkshänder Nieminen wird er auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen: „Das wird eine schwere Aufgabe. Er war in Mallorca im Finale und spielt auf Sand sehr gut.“

Jana Kandarr vergab die Chance, erstmals den Sprung in die dritte Runde der French Open zu schaffen. Trotz einer Steigerung im zweiten Satz verlor sie gegen die an Nummer 17 gesetzte Thailänderin Tamarine Tanasugarn mit 4:6, 6:1, 3:6. Martina Müller unterlag der Russin Elena Lichowtsewa 5:7, 4:6. Knippschild stand im ganzen Match gegen den an Nummer 14 gesetzten Tschechen Jiri Novak auf verlorenem Posten und verlor mit 1:6, 2:6, 5:7. Auch Schüttler hatte nichts zu bestellen: Der im Schweizer Altstätten lebende Hesse unterlag dem Argentinier Guillermo Coria 4:6, 2:6, 3:6. „Die Chance war da, aber ich habe selten in einem Match so viele Breaks bekommen“, meinte Schüttler ziemlich frustriert.

Andre Agassi schaffte währenddessen auch ohne die Unterstützung seiner Frau Steffi Graf, die mit dem sieben Monate alten Sohn Jaden Gil in der City unterwegs war, den Sprung in die dritte Runde. Allerdings profitierte der an Nummer vier gesetzte US-Amerikaner von einer Verletzung seines spanischen Gegners David Sanchez.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben