Sport : Den Bann gebrochen

Bremen wartet lange auf den 2:0-Sieg gegen 96.

Kopf hoch. Bremens späterer Torschütze Petersen (vorne) im Luftkampf. Foto: dpa
Kopf hoch. Bremens späterer Torschütze Petersen (vorne) im Luftkampf. Foto: dpaFoto: dpa

Berlin - Ron-Robert Zieler brüllte seinen ganzen Frust hinaus. Der Schlussmann von Hannover 96 fühlte sich im Spiel gegen Werder Bremen bereits nach zehn Minuten von seinen Vorderleuten allein gelassen. Entweder, das wusste der Nationaltorhüter, würde es ein ganz großes Spiel von ihm werden – oder, und das befürchtete der 23-Jährige wohl, würde er am Freitagabend einige Bälle aus dem Netz holen müssen. Am Ende traf beides ein. Als die gesamte Offensivabteilung, die Bremens Trainer Thomas Schaaf auf das Feld geschickt hatte, bereits der Verzweiflung nahe war, musste Zieler kurz vor Schluss dann doch noch hinter sich greifen. Nils Petersen traf in der Schlussphase mit einem Doppelschlag zum hochverdienten 2:0 (0:0) für die Bremer.

Mirko Slomka musste vor Spielbeginn improvisieren. Dem Trainer von Hannover 96 waren zehn seiner Profis ausgefallen. Und so sah es im Nordduell mit Werder Bremen auch schon früh nach einem Debakel aus. Doch Slomkas Notelf stemmte sich mit aller Macht gegen die große Offensivkraft der Bremer. Allen voran Ron-Robert Zieler hatte immer noch eine Hand, einen Fuß, ein Haar am Ball und hielt seinen Kasten in der ersten Hälfte mit vielen Paraden sauber.

Nach dem Wechsel dauerte es bis zur 85. Minute, ehe sich Bremens Eljero Elia auf der rechten Seite zum x-ten Male durchsetzte und den Ball in die Mitte spielte. Und dann stand da Petersen, ebenfalls zum x-ten Male. Doch diesmal machte der Stürmer alles richtig und erzielte aus kurzer Distanz die Führung und drei Minuten später sogar das 2:0. Zieler sank geschlagen zu Boden. Tsp

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