Sport : Den Urlaub nicht verdient Rostocks und Dortmunds Spieler trainieren weiter

Kerstin Hebeler

Rostock - Bert van Marwijk wusste sich nicht mehr anders zu helfen, er wechselte in der 69. Minute Christoph Metzelder ein. „Es war ein Notfall. Wir waren sehr unsicher in der Viererkette. Ich wollte der Mannschaft ein Zeichen geben“, sagte der Dortmunder Trainer. Das Bundesliga-Comeback von Metzelder, der nach 630 Tagen Verletzungspause erstmals wieder zum Einsatz kam, war gar nicht vorgesehen, weil Metzelder noch nicht wieder genug trainiert hatte. Das Zeichen des Trainers wurde sowieso nicht wahrgenommen. Nach dem lustlosen Auftritt der BVB-Profis in Rostock zu urteilen, haben diese noch immer nicht erkannt, dass sie längst gegen den Abstieg spielen.

Den Rostocker Profis kann man das nicht vorwerfen. „Im Augenblick bin ich nur enttäuscht“, sagte Antonio Di Salvo, obwohl er das erste Mal in dieser Saison keine Heimniederlage kommentieren musste. Nach acht verlorenen Spielen in Folge punktete Hansa mit dem 1:1 gegen Borussia Dortmund im letzten Spiel vor der Winterpause erstmals zu Hause. Dennoch war Di Salvo nicht zufrieden. „Wir haben zahlreiche Chancen nicht genutzt“, sagte der Stürmer.

Das Unentschieden nach einem Treffer von Marcus Allbäck und einem abgefälschten Schuss des Dortmunders Sebastian Kehl nutzt keiner der beiden Mannschaften. Rostock bleibt mit elf Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz, Dortmund verpasste den Anschluss an das untere Mittelfeld. „Drei Punkte aus vier Spielen sind zu wenig“, sagte Jörg Berger, der seit dreieinhalb Wochen Trainer bei Hansa ist. Immerhin hat Berger am Samstag eine Grundlage gesehen, auf der man weiterarbeiten und den Klassenerhalt trotz des großen Rückstands in der Tabelle noch schaffen könne.

Zudem will Berger in der Winterpause neue Spieler verpflichten, ebenso wie sein Kollege van Marwijk. Zunächst versuchen es beide aber mit einem weniger kostenintensiven Ansatz: Sowohl Hansas als auch Borussias Spieler werden noch eine Woche hart trainieren. „Die Rückrunde hat für uns am Samstag um 17.15 Uhr angefangen“, sagte Jörg Berger. In Dortmund sollten das die Spieler ähnlich sehen.

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