Sport : Denkmal der Dominanz

Die Baskets Bamberg können heute ihr drittes Double in Serie gewinnen.

Unaufhaltsam. Brian Roberts und seine Bamberger scheinen nicht zu stoppen. Foto: dpa
Unaufhaltsam. Brian Roberts und seine Bamberger scheinen nicht zu stoppen. Foto: dpaFoto: dpa

Berlin - Die Baskets Bamberg sind 40 Spielminuten von einem historischen Erfolg entfernt. Beim Stand von 2:0 im Finale um die deutsche Meisterschaft gegen Ulm benötigen die Bamberger noch einen Sieg zum Titelgewinn, ein Erfolg im heutigen dritten Spiel (14.30 Uhr, live bei Sport1) der Best-of-Five-Serie würde somit das dritte Double aus Meisterschaft und Pokalsieg hintereinander bedeuten. „Ich glaube, die Jungs wissen, worum es geht. Und welche Gelegenheit wir hier haben“, sagte Bambergs Trainer Chris Fleming.

Weder Bayer Leverkusen noch Alba Berlin, den dominierenden Klubs der jüngeren deutschen Basketball-Geschichte, ist es seit Gründung der Bundesliga 1964 gelungen, die Konkurrenz drei Jahre in Folge derart zu dominieren. Bambergs Manager Wolfgang Heyder hat es geschafft, den Kern der Mannschaft in jeder Sommerpause zusammenzuhalten und punktuell zu verstärken. Wie in dieser Saison mit Power Forward P. J. Tucker, der mit einem Schnitt von 18 Punkten bislang der dominierende Spieler der Finalserie ist und damit seine herausragenden Leistungen der regulären Saison fortsetzt. Heyder beschwerte sich in der „Bild“-Zeitung allerdings darüber, dass der FC Bayern um mehrere seiner Spieler buhlt. „Es ist richtig, dass Bayern an Spielern von uns herum baggert“, sagte Heyer. „Wenn Bayern mit seinem Geld wedelt, werden wir keine Chance haben.“ Heyder kokettiert gerne mit dem vermeintlich kleinen Etat seines Klubs, das Budget der Bamberger dürfte aber ähnlich hoch wie das der Bayern sein. Und im Gegensatz zu den Münchnern kann Bamberg damit werben, auch im kommenden Jahr in der Europaliga zu spielen. Ein Ende der fränkischen Dominanz ist also vorerst nicht in Sicht. lsp

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