Sport : Der 1. FC Kaiserslautern will nichts von einer Krise wissen

Der Fußball-Bundesligist 1. FC Kaiserslautern hat interne Probleme dementiert. Der Verein reagierte in einer Presemitteilung "mit Befremden" auf die Berichterstattung nach der 2:3-Niederlage beim VfL Wolfsburg. Dort hatten die Pfälzer eine 2:0-Halbzeitführung verspielt. Die internen Konflikte zwischen Trainer Otto Rehhagel und Teilen der Mannschaft seien "angedichtet", so der Wortlaut der Kaiserslauterer Pressemitteilung.

Die Berichte in den Medien hatte sich jedoch am Auftreten der Pfälzer in Wolfsburg orientiert. Dabei gab es auch kritische Äußerungen von FCK-Spielern und -Offiziellen. Unmittelbar nach der Partie am Sonnabend hatte der Kaiserslauterer Mannschaftskapitän Ciriaco Sforza moniert, dass Trainer Otto Rehhagel spätestens nach dem 1:2-Anschlusstreffer der Wolfsburger hätte reagieren müssen. "Ich hätte das Mittelfeld schon nach unserer 2:0-Führung dicht gemacht, aber das ist meine Meinung", hatte der Schweizer erklärt.

Er habe Rehhagel während des Spiels auch mehrfach darauf hingewiesen, "ich weiß nicht, worauf der Trainer geguckt hat", sagte Sforza. Rehhagel hatte Defensivspezialist Roger Lutz erst nach der erfolgreichen Wolfsburger Aufholjagd eingewechselt. Das war eine Viertelstunde vor dem Schlusspfiff - zu spät für eine Wende.

Rehhagel war seinerseits mit dem Auftritt seiner Mannschaft äußerst unzufrieden, sprach davon, dass er sich beherrschen müsse. Auch Mario Basler, der wegen einer Grippeerkrankung die Partie von der Tribüne aus mitverfolgte, wetterte über seine Mitspieler: "Was da teilweise abgelaufen ist, war eine Frechheit."

Nun versucht der Deutsche Meister von 1998, via Pressemitteilung den Eindruck zu vermitteln, es herrsche eitel Sonnenschein rund um den Betzenberg. "Nur weil in einer hektischen Spielphase auf dem Platz diskutiert wird, kann daraus doch niemand ernsthaft den Untergang des FCK ableiten wollen", lamentierte Kaiserslauterns Vorstandsvorsitzender Jürgen Friedrich. Es sei versucht worden, Trainer und Kapitän gegeneinander auszuspielen. "Das ist doch alles Quatsch", erklärte Sforza am Dienstag in Übereinstimmung mit den Offiziellen des Vereins.

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