• Der 1.FC Union sucht eine neue Offensivkraft, der Dresdener SC beschäftigt das Sportgericht

Sport : Der 1.FC Union sucht eine neue Offensivkraft, der Dresdener SC beschäftigt das Sportgericht

Claus Vetter

Turbulent geht es derzeit bei etlichen Vereinen der Regionalliga Nordost zu: Spielabbruch im Leipziger Bruno-Plache-Stadion, weil sich die Fans vom VfB Leipzig und Dynamo Dresden mal wieder mehr als nur daneben benommen haben. Ärger beim Tabellenführer Dresdner SC, weil die beiden Argentiner Sergio Bustos und Sergio Sanchez wochenlang nur mit Touristenvisum ausgestattet gegen den Ball traten. Das nehmen nun immer mehr Vereine zum Anlass, gegen die Wertung der Spiele gegen den DSC Protest einzulegen. Dagegen sind die Probleme der vier Berliner Teams doch recht bescheiden. Der BFC Dynamo zum Beispiel hat eigentlich gar keine. Nur vielleicht, dass die Ligakonkurrenz dürfte so langsam gemerkt haben dürfte, dass Trainer Klaus Goldbach im Sportforum Hohenschönhausen hervorragende Arbeit leistet. So muss der Tabellenzweite wohl am Sonnabend bei Altmark Stendal mit der Bürde des Favoriten leben.

Beim 1. FC Union ist es das alte Lied, das gegnerische Tor ist der größte Feind des Teams aus Köpenick. Und das gefällt den Union-Fans nicht, zuletzt nach dem 1:1 gegen Erzgebirge Aue gab es am Ende ein munteres Pfeiffkonzert. Bei Union möchte man nun reagieren, bis zum Wochenende wird eine neue Offensivkraft gesucht, sagt Geschäftsstellenleiter Kai Apelt. Keine einfache Angelegenheit. "Im Augenblick gibt der Markt nicht viel her, die guten Spieler haben alle Verträge", weiß Apelt. Frühestens am 2. Oktober, beim Heimspiel gegen Babelsberg, wird der neue Mann eingesetzt werden können, am Sonnabend bei Carl-Zeiss Jena werden die Köpenicker also ohne Verstärkung auskommen müssen.

Fast immer ordentlich gespielt, doch kaum Punkte auf dem Konto. Das ist das Hauptproblem der Amateurmannschaften von Tennis Borussia und Hertha BSC. Die Borussen müssen am Sonnabend bei Dynamo Dresden antreten, Hertha empfängt bereits am Freitag den FSV Zwickau (19 Uhr, Jahn-Stadion).

Zurück zu den substanzielleren Problemen der anderen: Der erste Spielabbruch in der Regionalliga-Geschichte vom letzten Sonnabend in Leipzig hat ein Nachspiel. Das Sportgericht des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV) wird am 28. September über Wertung oder Neuansetzung der Partie entscheiden. Kommt das Gericht zu dem Schluss, dass das Abfeuern von Feuerwerkskörpern Fans beider Lager durch bessere Sicherheitsmaßnahmen des VfB Leipzig hätte verhindert werden können, dann wird die Partie mit 2:0 Toren und drei Punkten für Dynamo Dresden gewertet. Entscheidet das Gericht hingegen, dass die Gastgeber keine Schuld trifft, dann wird das Spiel an gleicher Stätte wiederholt.

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