DER 13. SPIELTAG : Live aus dem Stadion

Die Bundesliga kommentiert von Marcel Reif

Marcel Reif

Jetzt ist es bewiesen. Endlich, möchte man fast sagen. Die Bayern können doch verlieren. Richtig sogar. Sie sind nicht krisenfest und schon gar nicht übermächtig. Mehr als vier Stunden blieben sie torlos, ehe der Ehrentreffer von Luca Toni wenigstens diese Serie beendete. Aber seit vier Spielen sind sie auch sieglos.

So etwas führte beim FC Bayern auch früher schon zu heißen Diskussionen – bevor die Ribérys, Tonis und Kloses im Kader des FC Bayern spielten. Eine Trainerdiskussion darf da nicht fehlen. Wenngleich die hausgemacht ist nach der öffentlichen Kritik von Karl-Heinz Rummenigge an Ottmar Hitzfeld. Dicke Freunde waren die beiden noch nie, und es wird kein Zufall sein, dass Rummenigges Kritik in eine Zeit fällt, in der Hitzfeld über eine Vertragsverlängerung nachdenkt.

Ein Zweites ist an diesem Spieltag bewiesen. Die Bundesliga hat wieder einen amtierenden Meister, der auch so spielen kann. Wie in der vergangenen Saison beim 2:0-Erfolg hat der VfB Stuttgart die scheinbar Unschlagbaren vorgeführt. Doch wenn es darauf ankommt, patzt die direkte Konkurrenz. Mit einem Sieg beim FC Schalke 04 wäre Hamburg Spitze gewesen. Durch das 1:1 des HSV bei Schalke bleiben die Bayern selbst nach einem so desaströsen Auftritt wie in Stuttgart noch das Maß aller Dinge. Zumindest tabellarisch. Immerhin ist mit Bremen ein weiterer Verfolger herangekommen. Das macht die Liga vielleicht zur spannendsten in Europa. Nur nicht zur besten. Auch das ist bewiesen.

Das hat die Woche im internationalen Geschäft wieder einmal gezeigt. Alle sind nah beieinander, und die Bayern selbst in ihren schlechtesten Momenten sind am Ende, wenn es um die Punkte geht, immer ein bisschen besser. Solange die Liga so einen Spaß bereitet und so eine Spannung bereithält, finden das viele Fans vielleicht nicht schlimm. Bis zum Beweis des Gegenteils.

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