• Der 27jährige Brasilianer verlängerte seinen Vertrag bis 2004 - und will anschließend nur noch zwei Jahre lang spielen

Sport : Der 27jährige Brasilianer verlängerte seinen Vertrag bis 2004 - und will anschließend nur noch zwei Jahre lang spielen

Mario Basler soll möglichst schnell weg, dafür bleibt Giovane Elber dem Deutschen Meister Bayern München fast bis zum Fußball-"Rentenalter" erhalten. Der 27 Jahre alte brasilianische Nationalspieler verlängerte seinen Vertrag gleich um drei weitere Jahre bis 30. Juni 2004. Elber legte damit auch seine Spanien-Pläne zu den Akten: "Ich hatte Angebote aus Spanien, aber der FC Bayern war schneller. Außerdem wollte meine Frau nicht nach Spanien", erklärte der Torjäger.

Der neue Vertrag bei den Bayern, die ihm bislang rund 4,5 Millionen Mark pro Jahr bezahlen, ist zugleich Elbers Einstieg in den Ausstieg aus dem Fußball. "Nach dem FC Bayern gibt es für mich nur noch Brasilien. Ich bin dann 32 oder 33 Jahre alt und ich will dann nur noch zwei Jahre in Brasilien spielen und anschließend das Leben genießen." Vor zwei Jahren war Elber für 12,5 Millionen Mark vom VfB Stuttgart gekommen, seitdem hat er bei 57 Einsätzen 26 Treffer für die Münchner erzielt

Seit dem Wochenende macht Elber auch der Fußball wieder Spaß. Nach seinem Kreuzbandriss, den er sich im März dieses Jahres in der Partie gegen den Hamburger SV zugezogen hatte, setzte ihn Trainer Ottmar Hitzfeld seit Saisonbeginn nur unregelmäßig ein. Am Sonnabend gegen Hertha BSC stürmte er erstmals gemeinsam mit Landsmann Paulo Sergio - das Duo erzielte alle drei Treffer zum 3:1-Erfolg. "Mit Paulo zu spielen, macht einfach Spaß", sagte Elber.

Weniger Grund zur Freude haben dagegen Mehmet Scholl und Thomas Strunz. Beide können am Mittwoch im wichtigen Spiel der Champions League beim FC Valencia (20.45 Uhr, ab 23 Uhr bei TM3) nicht eingesetzt werden. Scholl laboriert an einer fiebrigen Grippe, "für ihn käme das Spiel zu früh", sagte Trainer Hitzfeld. Strunz plagt weiter der Schleimbeutel im rechten Knie.

Ebenfalls noch nicht spielfähig ist ein Suspendierter - Mario Basler. Der ist zwar mittlerweile vom Spielbetrieb ausgeschlossen, darf aber nach abgeschlossener Rehabilitation wieder am Mannschafstraining teilnehmen, wie Hitzfeld versicherte. Ob die bisherigen Kollegen davon begeistert sind, erscheint jedoch zumindest fraglich. Lothar Matthäus warf seinem alten Spezl bereits "unkameradschaftliches Verhalten" vor, weil er versucht habe, seine Mitspieler in den Fall zu verwickeln: "Wenn einer Scheiße gebaut hat, darf er die Kollegen nicht mit reinziehen."

"Es ist besser für uns", kommentierte Sergio den Rauswurf auf Raten. Und auch Elber findet, die Suspendierung sei überfällig gewesen: "In Brasilien oder Italien wäre Basler längst gefeuert worden. Der FC Bayern hat viel Geduld mit ihm gehabt." Nur für Trainer Hitzfeld ist der Fall abgehakt: "Ich beschäftige mich nur noch mit Valencia."

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