Sport : Der 8. Spieltag: Aus dem Stadion

Der Fernsehreporter Marcel Reif kommentiert im Tag

So, so, Wolfsburg putzt den 1. FC Kaiserslautern. So richtig schön war es ja nicht, aber kraftvoll und leidenschaftlich und - überfällig. Die Tabellenführung, die Souveränität der Pfälzer, also, bei aller tief empfundenen Liebe zu meinem 1. FC Kaiserslautern, das war doch ein bisschen viel des Guten. Nun hat es sich ja auch relativiert beim Tabellenletzten aus dem Norden und wird sich, das traue ich mich vorauszusagen, in den nächsten Wochen noch ein wenig mehr relativieren. Wie auch nicht: Der 1. FC Kaiserslautern, das Beste, was der deutsche Fußball zur Zeit zu bieten hat?

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Bundesliga-Tippspiel: Das interaktive Fußball-Toto von meinberlin.de Einen kleinen Bruch hat dieser achte Spieltag also schon gebracht, und weil das Trainerkarussel schon mächtig Fahrt aufgenommen hat und weil ein paar hoch gelobte deutsche Bundesligisten im Europapokal ein bisschen verhauen worden sind und weil neben dem Solitär vom FC Bayern aus München nur Union aus Berlin so richtig überzeugt hat, weil also all dem so ist, sei mir schon einmal die Frage erlaubt, wo denn nun das Beste ist, was der deutsche Fußball zu bieten hat. Halte zu Gnaden und bei allem Respekt, Union kann es wohl nicht sein. Gegen wen haben die gespielt? Gegen Val ..., Valke ..., na, die Finnen halt, die man nicht aussprechen kann. Also Schalke? Schalke, mit dem tollen Stadion, wo es gegen Cottbus reicht, aber nicht gegen Real Mallorca? Dortmund? Die Borussia, mit den tollen Spielern, die aber doch nicht so toll sind wie biedere Portugiesen? Und wer hatte da noch Ansprüche gestellt vor der Saison? Ach ja, Hertha BSC, wo sie so tolle Vereinsstrukturen haben im Mittelfeld der Liga. Und spätestens jetzt fällt auf, dass bei all dem tollen Umfeld, was mancherorts aufgebaut wurde, die Trainer und Spieler sich ganz verwundert die Augen reiben, staunend die Tribünen hochschauen und verstört herumdrucksen, sie seien für diese Bühnen doch noch gar nicht reif. Könnte es also sein, dass sie dem Ziel der Klubs etwas hinterherhecheln, nicht wirklich einen Plan haben und ähnlich zufällig ab und an und in aller Bescheidenheit über sich hinauswachsen, wie jetzt sieben Wochen lang der 1. FC Kaiserslautern? In Leverkusen übrigens ist Trainer Toppmöller stinkig, wenn man seine Elf nicht zum Favoriten zählt, bei Bayern München und für Trainer Hitzfeld ist das ohnehin selbstverständlich. Wahrscheinlich ist deren einfacher Plan, ganz unbescheiden das Beste im deutschen Fußball zu sein.

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