Sport : Der Abschied der 97er

NAME

Sie schlugen Roda, sie schlugen Trabzon, sie schlugen Brügge, Valencia, Teneriffa und schließlich sogar Inter Mailand. Davon singen die Fans auf Schalke auch nach fünf Jahren noch, als wäre es gestern gewesen. Jetzt nehmen viele ihrer Helden ihren Abschied als Spieler des FC Schalke 04: Die 97er aus Schalkes inzwischen längst legendärer Mannschaft aus dem Jahr des Uefa-Cup-Sieges. Jiri Nemec, Yves Eigenrauch, Michael Büskens, Youri Mulder und Olaf Thon bekamen beim 1:2 (0:1) gegen den VfL Wolfsburg Blumen überreicht. Mitgespielt haben allerdings nur noch Nemec, Mulder und Büskens. Die anderen kamen in Zivil. Und natürlich wurde auch die originalgetreue Kopie des Uefa-Cups noch einmal präsentiert, die ansonsten ihren Platz im Schalke-Museum unweit der neuen Arena hat.

Nur der Gast aus Wolfsburg wollte partout nicht in Feierstimmung verfallen. Vor allem nicht Tomislav Maric. Der Stürmer des VfL erzielte beide Tore für Wolfsburg. Gerald Asamoah durfte in der Schlussminute des Spiels noch auf 1:2 verkürzen. Torjubel hatte es in der wie immer ausverkauften Arena Auf Schalke allerdings schon in der vierten Spielminute gegeben. Da hatte Asamoah auch schon getroffen, aber zuvor knapp im Abseits gestanden.

Richtig laut wurde es in der Arena erst wieder in der 67. Minute. Auf Schalke ging eine Ära zu Ende: Jiri Nemec verließ den Platz und wurde durch Mike Büskens ersetzt, der so ebenfalls noch zu seinem Abschiedsspiel kam. In der 79. Minute verließ der nächste 97er das Feld. Youri Mulder wurde gegen den Nachwuchsstürmer und Bundesliga-Debütanten Mike Hanke ausgetauscht.

Doch damit nicht genug des Abschieds. Nach dem Spiel sagte auch noch der Trainer adieu, der im Jahr des Uefa-Cup-Sieges gekommen war. Huub Stevens geht jetzt zu Hertha BSC. „Natürlich hätte ich mich lieber mit einem Sieg verabschiedet“, sagte er. „Aber wir möchten uns trotzdem bei den Fans bedanken für das, was hier vor dem Spiel los war. Es war einfach fantastisch."

Dass Schalke für das Pokalfinale gegen Leverkusen einen Knacks bekommen haben könnte, befürchtet Andreas Möller nicht: „Da sehe ich keine Auswirkungen. Man wird am Samstag eine andere Schalker Mannschaft erleben, denn wir haben die Chance, zweimal hintereinander den DFB-Pokal zu gewinnen." Eine erneute Chance im Uefa-Cup haben sie auch. Wie man den holt, davon kann mit Marc Wilmots in der kommenden Saison immerhin noch ein 97er auf Schalke berichten.

0 Kommentare

Neuester Kommentar