Sport : Der Abstand ist groß

Claus Vetter

Fünf Punkte hatten die Eisbären vergangene Saison zum gleichen Zeitpunkt mehr. Fünf Punkte nach 19 Spieltagen, das ist in der Deutschen Eishockey-Liga nichts. Und am Ende der vergangenen Saison, da wurden die Berliner Tabellenerster und marschierten durch die Play-offs zur Titelverteidigung. Also, was soll sich da zurzeit jemand sorgen, wenn die Eisbären im November nur auf Tabellenplatz neun rangieren und sich in der Eishockey-Provinz wie Duisburg oder Iserlohn Niederlagen abholen? Das wird schon, im April werden die Eisbären das dann schon schaukeln.

So oder ähnlich mögen sich das viele im Umfeld des Klubs wünschen. Allerdings sollten die Planungen für die dritte Meisterfeier hintenangestellt werden. Dazu passt, dass Trainer und Management seit einiger Zeit nicht mehr vom Titel reden, denn: Der tatsächliche Abstand zur Spitze ist größer als im vergangenen Jahr. Damals hatten die Berliner ein erfahreneres Team als diesmal, hatten das Glück, dass sich während der Saison verpflichtete Spieler als Glücksgriffe erwiesen. Derartiges lässt sich zurzeit noch nicht feststellen, zudem hat sich auch bei den jungen deutschen Profis diesmal noch keiner so in den Vordergrund spielen können, wie das zwei Jahre lang der Fall war. Dazu kommt, dass sie andernorts kräftiger als in Berlin in Verstärkungen investiert haben, zum Beispiel in Mannheim. Der Tabellenführer liegt jetzt schon 16 Punkte vor den Eisbären. Und das ist selbst im Eishockey viel.

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