Sport : Der alte Neuzugang

Dick van Burik hat seinen Platz bei Hertha wieder

Mathias Klappenbach

Berlin - Bixente Lizarazu, Wesley Sonck oder Mohamed Zidan: Die Bundesliga hat ein paar prominente Neuzugänge in der Winterpause zu vermelden, auch innerhalb der Liga wurde kräftig gewechselt. Fast alle Klubs haben ihren Kader verändert, in den vergangenen zehn Jahren gab es nur zweimal noch mehr neue Spieler zum Start der Rückrunde. Neben Hertha BSC setzen lediglich der VfB Stuttgart, der VfL Wolfsburg und Hansa Rostock auf dasselbe Personal, um ihre Saisonziele auch zu erreichen. „Wir haben schon eine starke Mannschaft, die im Laufe der Vorrunde ihren Rhythmus gefunden hat“, sagt Trainer Falko Götz. Einzig der türkische Stürmer Ilhan Mansiz, der bei Hertha nach Knieverletzungen eine Rehabilitation absolviert hat, könnte bis zum Ablauf der Transferperiode am 31. Januar noch neu in den Kader kommen.

Der Konkurrenzkampf der Spieler untereinander beschränkt sich also auf den gegen die bekannten Kollegen, deshalb wird es in der Startelf im ersten Rückrundenspiel beim VfL Bochum am Sonntag (17.30 Uhr) wohl keine Überraschungen geben. Außer eine kleine. Denn Dick van Burik hat sich seinen Platz in der Innenverteidigung zurückerkämpft, den er wegen einer Verletzung nach dem 11. Spieltag verloren hatte. Als er wieder fit war, saß er auf der Bank. Und zweifelte daran, dass Falko Götz in der Zukunft weiter Vertrauen in ihn setzen würde. Seinem Selbstverständnis nach gehört er immer zur Startelf, wenn er fit ist.

Auf dem Platz verteidigte neben dem gesetzten Josip Simunic aber der 22-jährige Alexander Madlung, der wegen seiner starken Leistungen auch in das Perspektivteam für die WM 2006 berufen wurde. Mit Madlung verlor Hertha keines der letzten sieben Spiele vor der Winterpause. „Für uns steht in diesem Jahr die Entwicklung der Mannschaft im Vordergrund“, sagt Manager Dieter Hoeneß. Dazu hätte es gepasst, wenn der junge Madlung, der von seinem ersten Länderspiel träumt, den ehemaligen Kapitän van Burik schon jetzt verdrängt hätte. Doch der 31-jährige Niederländer hat in der Vorbereitung wieder einmal überzeugt. Seit 1997 spielt van Burik bei Hertha, er steht in der mannschaftsinternen Hierarchie weit oben. Von den altgedienten Spielern haben nur noch Torwart Christian Fiedler und Pal Dardai eine wichtige Rolle inne.

Und eben van Burik, der sich trotz seiner Verletzungsanfälligkeit in den vergangenen Jahren seinen Platz noch immer zurückgeholt hat. Sein Vertrag läuft noch bis 2006, und es sieht momentan danach aus, dass ihm das Schicksal von Marko Rehmer und Michael Hartmann bis dahin erspart bleibt, die den Verein bei einem Angebot sofort verlassen dürfen. Laut Manager Dieter Hoeneß gibt es aber weiterhin nur lose Anfragen, die beiden Abwehrspieler werden ihre Verträge wohl absitzen.

Das wäre nichts für van Burik. Bereits im letzten Spiel vor der Winterpause war er wieder dabei. Allerdings nur, weil Josip Simunic wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt war. Jetzt spielt er, weil er noch besser in Form als der junge Alexander Madlung ist.

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