Sport : Der alte Zauber wirkt noch Hockeyteam startet gut

in die Champions Trophy

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Mönchengladbach - Der Hockey-Park in Mönchengladbach ist für das hiesige Fachpublikum so etwas wie ein mystischer Ort, seitdem die deutschen Männer dort 2006 vor 16 000 entrückten Fans den WM-Titel gewonnen haben. Und der alte Zauber wirkt offenbar noch. Gestern bestritt das Nationalteam sein erstes Pflichtspiel in Mönchengladbach seit dem WM-Finale, die Ränge waren deutlich dünner besiedelt, das Ergebnis aber ähnlich erfreulich. Zum Auftakt der Champions Trophy besiegten die Deutschen Europameister England mit 4:2 (4:0). „Das war ein sehr guter Einstieg in das Turnier“, sagte Stürmer Florian Fuchs.

England hat sich in jüngerer Vergangenheit zu einer echten Größe im Welthockey entwickelt. Die Nationalmannschaft wird im Hinblick auf Olympia 2012 in London mit viel Geld auf Medaillenreife gepimpt. Mit Erfolg: Vor einem Jahr gewann England den ersten internationalen Titel seit 1988 – durch ein 5:3 im EM-Finale gegen Deutschland. Gestern Mittag aber hatte Trainer Jason Lee nicht das Gefühl, „als hätte irgendjemand aus meiner Mannschaft schon mal Hockey gespielt“. 4:0 führten die Deutschen zur Pause, obwohl Christopher Zeller wegen einer Muskelverhärtung im Oberschenkel fehlte.

Zeller ist nicht nur der gefährlichste Stürmer der Deutschen, er ist auch ein exzellenter Strafeckenschütze. Doch nachdem Oskar Deecke das 1:0 aus dem Spiel heraus erzielt hatte, erhöhten die Deutschen auch ohne Zeller zwischen der 28. und 35. Minute mit ihren Strafecken eins bis drei auf 4:0 – jeweils nach einer anderen Variante und mit einem anderen Schützen (Jan-Marco Montag, Martin Häner und Benjamin Wess). Nach der Pause aber büßte das Team seine Perfektion ein, so dass die Engländer durch zwei Tore von Ashley Jackson nach schon abgewehrten Strafecken noch auf 2:4 verkürzen konnten. Der deutliche Vorsprung war wohl ein bisschen zu verführerisch gewesen.Stefan Hermanns

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