Sport : Der Anfang ist gemacht

Das Duo Martini/Logsch gewinnt das erste Gold für Deutschland bei der Bob-WM in Königssee

Starkes Doppel. Schon nach dem zweiten Lauf zeigt Cathleen Martini (r.) ihrer Anschieberin Romy Logsch, worauf es beim Bobfahren ankommt. Foto: dapd
Starkes Doppel. Schon nach dem zweiten Lauf zeigt Cathleen Martini (r.) ihrer Anschieberin Romy Logsch, worauf es beim Bobfahren...Foto: dapd

Königssee - Das erste Gold bei den Heim-Weltmeisterschaften in Königssee ist geholt. Cathleen Martini aus Oberbärenburg und die Leipzigerin Romy Logsch gewannen am Samstag ihren ersten gemeinsamen WM-Titel. Nach vier Läufen verwies das sächsische Duo die Amerikanerinnen Shauna Rohbock/Valerie Fleming mit 22 Hundertstelsekunden Vorsprung und einer Gesamtfahrzeit von 3:26,11 Minuten auf Rang zwei. Dritte wurde die kanadische Olympiasiegerin Kaillie Humphries. Gesamtweltcup-Siegerin Sandra Kiriasis musste sich mit Platz vier begnügen. „Jetzt ist der Medaillensatz endlich komplett“, sagte Martini, die bereits zweimal WM-Zweite und einmal Dritte war.

Während der entscheidenden Fahrt hatte sie noch eine Schrecksekunde zu überstehen. „Ich habe mal kurz gezittert, als der Schlitten ausbrach. Da habe ich angefangen zu beten, dass es reichen möge“, sagte Martini, die mit ihrer Partnerin in dieser Saison noch kein Glück hat. Nachdem Logsch bis zum Jahreswechsel an den Folgen des spektakulären Sturzes bei Olympia litt, rutschte Martini im Januar auf einer Treppe aus und zog sich eine Sprunggelenksverletzung zu. „Wenn es in der Saison nicht so läuft und dann springt am Ende so ein Sieg heraus, ist es umso schöner“, sagte Logsch, die 2007 und 2008 mit Kiriasis WM-Gold geholt hatte und dann zu Martini gewechselt war. Kiriasis legte einen völlig verpatzten ersten Lauf hin und startete dann eine Aufholjagd. Vor dem dritten Lauf ging sie nochmal volles Risiko. Sie wechselte die Kufen, „doch leider kam der Schnee dazwischen“.

Bei den Männern hat das Duo Thomas Florschütz/Kevin Kuske zur Halbzeit der Zweierbob-Entscheidung gute Titelchancen. Der Riesaer liegt mit einem Rückstand von elf Hundertstelsekunden auf Europameister Alexander Subkow aus Russland auf Rang drei. dpa

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