Sport : Der Auszug des Propheten

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Jürgen Röber hat einmal über sich gesagt: „Ich bin der größte Prophet für Berlin.“ Ein Zitat ohne biblischen Hintergrund. Röber hat in seiner Zeit als Trainer von Hertha BSC stets Wert gelegt auf die Feststellung, dass er wie kein zweiter um neue Spieler geworben und die Vorzüge der Stadt gepriesen habe. Stolz hat er auf seine Wohnung am Gendarmenmarkt verwiesen, „einen der schönsten Plätze der Welt“. Über Engagements in Essen und Stuttgart war er 1996 zum damaligen Zweitligisten Hertha BSC gekommen, den er in dreieinhalb Jahren hinauf bis in die Champions League führte.

Nach sechs Jahren hatten sich beide Seiten dann auseinander gelebt. Röber hat den Abschied von Hertha gefasst aufgenommen, obwohl er doch gerne länger geblieben wäre. In der Stadt und beim Verein. Die endgültige Trennung hat er erst jetzt vollzogen, da er nach einem Jahr des Wartens einen neuen Job hat. Eigentlich könnte Röber in Berlin wohnen bleiben, der ICE benötigt gerade eine Stunde nach Wolfsburg. Kommt nicht infrage, sagt Röber, „ich werde in Wolfsburg wohnen“. Ein Anlaufpunkt aber bleibt ihm: Seine Frau wohnt weiter in Berlin, wegen ihres Sohnes. Tsp

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