• Der Berliner David Mewes nach seiner beachtlichen WM-Premiere - "Froh, dass es vorbei ist"

Sport : Der Berliner David Mewes nach seiner beachtlichen WM-Premiere - "Froh, dass es vorbei ist"

Frank Bachner

Der Morgen begann ziemlich hart. "Ich bin kaum die Treppen herunter gekommen", sagt David Mewes. Die linke Wade schmerzte seit dem Kugelstoßen, der dritten Disziplin, und deshalb hatte Mewes schon Angst, dass er vielleicht gar nicht durchkommen würde. So schlimm kann es dann doch nicht gewesen sein. Oder Mewes biß eben tapfer auf die Zähne. Am Ende, nach zehn Disziplinen, hatte er mit 8089 Punkten seine persönliche Bestleistung nur um 18 Punkte verfehlt, hatte Platz neun belegt und blickte nach dem 1500-m-Lauf ganz zufrieden.

"Es ist ein Supergefühl. Ich bin froh, dass es vorbei ist, aber den Moment, als ich durchs Ziel kam, möchte ich eigentlich festhalten", erzählte Mewes. Platz neun beim ersten Auftritt bei einer Top-Veranstaltung, das ist eine starke Leistung. Doch die deutsche Zehnkampfbilanz fällt nicht nur positiv aus, weil die beiden anderen Deutschen Frank Busemann und Klaus Isekenmeier verletzt auschieden. Mewes jedoch absolvierte seinen Wettkampf und er absolvierte ihn beachtlich. Über 100 m lief der 22-Jährige vom OSC Berlin in 11,25 Sekunden persönliche Bestzeit, und im Speerwerfen erzielte er seine zweitbeste Leistung (63,04 m). Nur das Diskuswerfen "enttäuschte mich". Auf 44,49 Meter schleuderte er die Scheibe, und danach "hätte ich eigentlich mehr Risiko eingehen müssen." Doch das ist verzeihlich, es war seine erste Weltmeisterschaft.

Nach dem Hochsprung verblieb Mewes als letzter Deutscher im Wettbewerb, doch das kümmerte ihn nicht sonderlich. Dass Klaus Isekenmeier bei der vierten Disziplin verletzt ausschied, war zwar "ein kleiner Schock" - aber damit hatte es sich dann auch. "Sicher wäre es schöner gewesen, wenn die anderen dabei gewesen wären, aber es ging auch so ganz gut." Er registrierte ohnehin nicht allzu viel, Mewes konzentrierte sich auf seinen Wettkampf. Gab es wenigstens einen Seitenblick auf Tomas Dvorak, den Weltrekordler, der mit 8744 Punkten gewann? "Von dem habe ich überhaupt nichts mitbekommen."

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