Sport : Der Beste wird gewinnen

Friedhard Teuffel

freut sich schon auf Olympische Spiele in Paris Gestern hat die Vorfreude auf Olympische Spiele in Paris begonnen. Das Internationale Olympische Komitee hat Paris in seinem Prüfbericht für die Sommerspiele 2012 am besten bewertet. Schon jetzt kann man sich vorstellen, dass es Spiele von besonderem Charme werden, aber auch von großer Professionalität, so wie es die Fußball-Weltmeisterschaft 1998 auch war, und die Leichtathletik-WM 2003.

Wenn das IOC Paris in einem Monat in Singapur den Zuschlag erteilt, dann hätte es damit auf jeden Fall ein gutes Zeichen gesetzt. Es würde zeigen, dass die Vergabe doch nicht so politisch motiviert abläuft, wie es dem Komitee gerne unterstellt wird, und dass der Kandidat mit dem besten Konzept tatsächlich gewinnen kann. Denn diesmal sind gleich drei Städte in der Endauswahl, die auf einen politischen Bonus hoffen. New York will mit den Spielen 2012 auch die bösen Bilder des 11. September verdrängen. Es soll wieder Heiterkeit mit New York verbunden werden. Auch Madrid wurde vom islamistischen Terror heimgesucht, und Moskau will mit den Spielen 2012 ebenfalls eine Wiedergutmachung erreichen. Vor 25 Jahren fanden dort nur halbe Spiele statt, weil 50 westliche Länder Olympia wegen des sowjetischen Einmarsches in Afghanistan boykottierten. Doch haben diese drei Kandidaten bisher nicht vermitteln können, dass es ihnen allein um den Sport geht. Das IOC sollte sich daher den Werbeslogan der Pariser zu Herzen nehmen: „Aus Liebe zu den Spielen.“

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