Sport : Der Bundesliga ein Stück näher

André Görke

Berlin. So richtig glücklich ist Petar Divc in den vergangenen Tagen nicht gewesen. Der Fußball-Zweitligist 1. FC Union hatte ihn im Dezember aus der ersten jugoslawischen Liga geholt. Divic muss gut gespielt haben, sonst hätte der Klub nicht 400 000 Euro für ihn bezahlt. Divic hat es bei seinem neuen Arbeitgeber schon zu drei Treffern gebracht. Eine ordentliche Bilanz. Aber Divic sagt: "Ich darf nicht so großzügig mit meinen Torchancen umgehen." Alles wird gut. Gestern gewann der 1. FC Union 1:0 in Schweinfurt, und das Tor erzielte Petar Divic. Es war sein vierter Treffer für Union.

Durch den Auswärtssieg in Schweinfurt ist Union wieder ein Stück näher an die Aufstiegsplätze gerückt. Fünf Punkte Abstand sind es noch auf Arminia Bielefeld, den Tabellendritten. Unions Manager Klaus Berge will aber nicht so viel vom Aufstieg reden. "Es ist schön, dass alles so gut läuft. Aber wenn wir am nächsten Wochenende gegen Saarbrücken verlieren, dann sagen alle: Die haben nur eine große Klappe gehabt. Also: Wir genießen den Sieg, werden aber nicht euphorisch."

Der Sieg des 1. FC Union war verdient, aber Schweinfurt 05 kickt eben auch nicht den ganz großen Fußball. Eigentlich hätte Union gestern im Willy-Sachs-Stadion noch ein paar mehr Tore erzielen müssen: Doch der Schuss von Stürmer Sreto Ristic landete kurz vor der Pause nur am Pfosten, und in der zweiten Halbzeit scheiterten Petar Divic und Tom Persich freistehend an Schweinfurt Keeper Scherbaum.

Unions Trainer Georgi Wassilew machte sich gleich nach Abpfiff auf den Weg nach Frankfurt. Dort spielt der 1. FC Union in zwei Wochen. Am späten Abend saß dann auch Klaus Berge im Auto. "Wir schauen uns am Sonntag einen Spieler an", sagte Berge. "Den Namen verrate ich aber nicht." Wo ging es denn überhaupt hin? "Ins Ruhrgebiet. Eines verrate ich Ihnen noch: Wir schauen uns da kein Erstligaspiel an." Ach so, ins Ruhrgebiet. War wohl eine kleine Finte von Berge. Denn im Ruhrgebiet findet an diesem Sonntag kein Fußballspiel statt. Nicht einmal in der Regionalliga.

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