Sport : Der Bundesligist wehrt sich gegen Punktabzug und Geldstrafe

Bundesligist Eintracht Frankfurt hat Beschwerde gegen den Abzug von zwei Punkten zum Saisonende und die Vertragsstrafe von einer halben Millionen Mark eingereicht. Der schriftliche Einspruch ging am späten Donnerstagabend fristgerecht beim Lizenzierungsausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ein. Der Termin lief um Mitternacht ab. Der abstiegsbedrohte Verein war vom DFB wegen Lizenzverstößen bestraft worden. Unter anderem hatte sich die Eintracht in der Winterpause mit der Verpflichtung der Spieler Reichenberger, Heinen und Sobotzik höher als erlaubt verschuldet.

Innerhalb der nächsten zehn Tage will der Ausschuss über den Einspruch entscheiden. Ziel der Eintracht ist es, Punktabzug und Geldstrafe rückgängig zu machen. Welche neuen Gesichtspunkte die Eintracht vorlegen kann, darüber wird geschwiegen. "Ein guter Anwalt hält sein Plädoyer doch nicht vor Prozessbeginn und dazu noch in der Öffentlichkeit", sagte Pressesprecherin Katja Kraus. Der am 14. April vom DFB-Lizenzierungsausschuss ausgesprochene Punktabzug und die Geldstrafe hatten in der Liga Wellen geschlagen. Während die sich hart bestraft fühlten, erkannte die Bundesliga-Konkurrenz ein eher mildes Urteil.

Die Verstöße hatte Schatzmeister Rainer Leben auf der Jahreshauptversammlung selbst eingeräumt. Der neue starke Mann des Klubs argumentierte jedoch in der vorigen Woche, dass die Transfers für den zum 31. Dezember 1999 zu erstellenden Bericht über die Eigenkapitalauflagen nicht relevant gewesen wären, da die Verträge erst danach in Kraft traten. Von Verstößen gegen die Auflagen könne daher nicht gesprochen werden. Die Eintracht stellte am Freitag nochmals klar, dass es keine Schenkung durch die Vermarktungsagentur ISPR gegeben habe, wie es nach der überraschenden Entschuldung des Vereins geheißen hatte. "Das Darlehen besteht weiter", sagte Pressesprecherin Kraus. ISPR soll den Hessen mit 17 Millionen Mark geholfen haben.

Allerdings habe der Verein unter Federführung von Leben "verschiedene Formulierungen des Vertrages konkretisiert, um eine eindeutige Bilanzierung des von der ISPR geleisteten Beitrages zu ermöglichen". Der DFB habe im Lizenzierungsverfahren dieses Vorgehen bestätigt. Eine Veränderung des Vertrages habe es aber nicht gegeben.

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