DER DOPINGARZT : Eufemiano Fuentes

Angeblich soll er weiter praktizieren, in Portugal: Eufemiano Fuentes, der ausgebildete Gynäkologe, dessen Name nur mit dem Zusatz Dopingarzt oder Drahtzieher des Doping-Netzwerkes genannt wird. Interessierte Kunden gibt es offensichtlich immer noch genug. Auch Jörg Jaksche gehörte dazu, seit 2005. „Das ist nicht so ein spanischer Metzger“, sagt Jaksche. „Er hat was Geniales an sich, auch wenn er manchmal ein bisschen durchknallt. Das ist so einer, der fährt auch mal bei Rot über die Ampel, um zu sehen, was passiert.“

Fuentes dopte Jaksche und viele andere Profis per Eigenblutdoping. Dem Athleten zuvor abgenommenes Blut wird ihm als Konserve konzentrierter roter Blutkörperchen wieder zugeführt. Nachweisbar ist das nicht. 200 Blutbeutel wurden bei Fuentes vor einem Jahr sichergestellt. Verurteilt wurde der frühere Arzt der Teams Kelme und Liberty dafür nicht, in Spanien fehlten die entsprechenden Gesetze. „Ein Arzt muss sich manchmal entscheiden, ob er die Gesundheit eines Sportlers bewahren oder ob er unbedingt sportliche Regeln einhalten will“, sagt Fuentes. „Am Ende geht es bei der Behandlung nur darum, dem Patienten zu helfen.“ Fuentes würde auch seiner Frau, der Leichtathletin Cristina Perez Diaz, Epo verabreichen, wenn es „die Gesundheit“ erfordere. Ausgepackt über seine Geschäfte hat Fuentes nie. Aus Angst um seine Gesundheit. klapp

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