Sport : Der doppelte Ramzy

Bochum – Kaiserslautern 1:1

Richard Leipold

Bochum. Kaiserslauterns Trainer Erik Gerets wollte ein „wahnsinniges Spiel“ gesehen haben. Zu viel der Ehre für eine Partie, in der die Lauterer und der VfL Bochum vor allem darauf bedacht waren, keinen Gegentreffer zuzulassen. Es gelang ihnen - bis ein Eigentor das Kräfteverhältnis vorübergehend ins Ungleichgewicht brachte. Als im Ruhrstadion fast alles auf ein 0:0 hindeutete, kam es zu Turbulenzen. Die Hauptrolle spielte der Kaiserslauterer Hany Ramzy. Beim 1:1 im Ruhrstadion erzielte er beide Tore.

Sieben Minuten vor Schluss brachte der ägyptische Pfälzer die Bochumer in Führung, indem er einen Kopfball des Bochumer Mittelstürmers Thomas Christiansen ins eigene Tor lenkte. Nach diesem unverhofften Gastgeschenk wähnte der VfL sich schon als glücklicher Gewinner. Doch als alles überstanden schien, erlitt der VfL einen Rückschlag. Ramzy glich seinen Fehler und das Ergebnis wieder aus; in der Nachspielzeit köpfte er einen Eckstoß zum 1:1 ins Tor. Vorausgegangen war eine Schiedsrichterentscheidung, die den Bochumer Trainer Peter Neururer erzürnte. Als sein Verteidiger Sergej Mandreko den Ball abschirmte, wollte Hermann Albrecht aus Kaufbeuren einen Regelverstoß bemerkt haben. Angeblich hatte Mandreko den Ball blockiert. Die Blockade wurde mit einem Freistoß aufgelöst, der Lautern den Ausgleich ermöglichte. Neururer sprach von einer „nicht nachvollziehbaren Unverschämtheit“.

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