Sport : Der erste Finalsieg

Der VfB Stuttgart steht nach einem 1:0 gegen die Glasgow Rangers im Achtelfinale der Champions League

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Stuttgart (Tsp). Felix Magath sprach vor der Partie vom „Finale der Vorrunde“. Am Ende hatte der VfB dieses erste ,Endspiel’ der Saison gewonnen. Der BundesligaTabellenführer bezwang am fünften Spieltag der Champions League vor 50348 Zuschauern im ausverkauften Stuttgarter Daimler-Stadion die Glasgow Rangers mit 1:0 (1:0). Damit hat der VfB bereits am vorletzten Punktspieltag den Einzug in das Achtelfinale der Champions League sicher gestellt, wofür allerdings auch ein Unentschieden gereicht hätte. Denn als Tabellenzweiter haben die Stuttgarter einen Vorsprung von inzwischen acht Punkten auf die drittplatzierten Glasgower. Am letzten Spieltag kann sich der VfB also auch eine Niederlage beim Spitzenreiter Manchester United leisten.

„Wir können nicht erwarten, dass wir in Manchester gewinnen. Deswegen müssen wir heute die Punkte holen und das Spiel für uns entscheiden“, hatte Felix Magath gesagt. Auf ein Remis, das beinhaltete seine Aussage, wollte der Coach nicht spielen.

Entsprechend offensiv gingen die Stuttgarter vom Anpfiff weg zur Sache. Nicht einmal 30 Sekunden waren vergangen, da hatte der VfB die erste gute Chance. Hleb war auf der rechten Seite seinem Gegenspieler davongeflitzt und lief unbedrängt in den Rangers-Strafraum hinein. Doch sein Querpass vor das Tor war zu ungenau, ein Glasgower konnte gerade noch zur Ecke klären.

„Wir wollen uns so präsentieren, wie wir es die ganze Saison über gemacht haben“, sagte Felix Magath. Genau das taten die Stuttgarter in der Anfangsphase. Die Gastgeber bestimmten das Spiel, wobei die Angriffe immer wieder über den schnellen Hleb auf der rechten Seite liefen. Zugleich präsentierte sich das Team von Magath so laufstark, dass sich ein ballführender Rangers-Spieler oft gleich mehreren Gegenspielern gegenüber sah. Doch die großen Chancen blieben zunächst aus. Und dann waren es die Schotten, die eigentlich in Führung hätten gehen können, nachdem sie sich vom Anfangsdruck befreit hatten. Arweladse köpfte zu Ricksen, der freistehend vor Hildebrand auftauchte. Aber der Keeper konnte mit einer Fußabwehr den Rückstand verhindern (24. Minute). Auf der anderen Seite hatte kurz darauf Kuranyi die Führung auf dem Fuß, doch nach starker Vorarbeit von Hleb schoss er freistehend links vorbei. Noch eine weitere hochkarätige Chance ließ der Stürmer später ungenutzt. Besser machte es jedoch Wenzel, der in der Nachspielzeit der ersten Hälfte die Führung erzielte. Er hatte davon profitiert, als sich zwei Glasgower beim Kopfball im eigenen Strafraum gegenseitig behinderten. Nun waren die Glasgower unter Druck. Denn nur mit einem Sieg hätten sie noch eine Chance auf das Achtelfinale gehabt. Offensiver spielten die Schotten, aber die besseren Chancen hatte der VfB. Doch mehrere gefährliche Konter konnten die Stuttgarter nicht verwerten. Am Ende störte das niemanden. Die Zuschauer feierten diesen ersten ,Finalsieg’.

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