Sport : Der Erste müht sich beim Letzten

Albas Basketballer siegen in Braunschweig 75:70

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Berlin - Es gibt wichtigere Aufgaben für die Basketballer von Alba Berlin in den nächsten Wochen. Das Bundesliga-Spitzenspiel am kommenden Sonntag gegen GHP Bamberg etwa oder das Pokalfinalturnier eine Woche später in Bamberg. Das gestrige Auswärtsspiel beim Tabellenletzten BS/Energy Braunschweig stand jedenfalls auf der Prioritätenliste der Berliner nicht ganz weit oben – und so traten sie auch auf. „Wir haben nicht mit der letzten Konzentration gespielt“, sagte Albas Vizepräsident Marco Baldi. So kam es, dass sich der Tabellenerste zu einem 75:70 (37:37) in Braunschweig mühte.

Bis zur letzten Minute (68:68) hatten die rund 200 mitgereisten Alba-Fans um einen Erfolg bangen müssen. Dann erzielte Flügelspieler Mike Penberthy, der mit 19 Punkten bester Werfer des Spiels war, die letzten sieben Punkte für die Berliner. Zuvor hatten die Berliner Spieler eine Führung mit neun Punkten aus der Hand gegeben. „Das war weniger unsere Nachlässigkeit, sondern der letzte Mut der Verzweiflung der Braunschweiger“, sagte Marco Baldi. Alba dominierte zwar mit Sharrod Ford (17 Punkte, 6 Rebounds) und Jovo Stanojevic (16 Punkte, 10 Rebounds) unter den Körben. Dafür blieben die Berliner Aufbau- und Flügelspieler Martynas Mazeika (1 Punkt), Hollis Price (5 Punkte) und Demond Greene (4 Punkte) unter ihren Möglichkeiten. Zudem leistete sich das Team 22 Turnover. „Das ist viel zu viel“, sagte Baldi. Albas Vizepräsident führt diese Unkonzentriertheiten im Aufbauspiel auf die bevorstehenden Großereignisse für sein Team zurück. „Uns fehlte die allerletzte Anspannung“, sagte Baldi, „vielleicht brauchen wir dazu die so genannten großen Aufgaben.“

Dabei war das Spiel gegen die Mannschaft des ehemaligen Alba-Trainers Emir Mutapcic nicht unbedeutend. Falls sich Verfolger Bamberg heute gegen Tübingen einen weiteren Ausrutscher leistet, haben die Berliner die Chance, den ersten Tabellenplatz bereits vor dem letzten Spieltag zu sichern. Dazu müssten sie aber auch am Mittwoch das Nachholspiel gegen TBB Trier gewinnen. Noch so ein Spiel, das nicht zu den ganz großen Aufgaben zählt. „Das wird schwierig“, sagt Baldi, sieht aber keine Motivationsprobleme. „Wir wollen ja keine schlechte Laune vor den großen Ereignissen haben.“ Tsp

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