Der Fall Florian Busch : Schweizer Gericht hebt Sperre auf

Das Schweizer Bundesgericht hat die zweijährige Sperre gegen Eishockey-Spieler Florian Busch aufgehoben. Eine Begründung steht noch aus.

Katrin Schulze
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SIeger vor Gericht? Florian Busch.Foto: dpa

Die rechtlichen Auseinandersetzungen um den Eishockey-Profi Florian Busch sind um eine Episode reicher. Wie am Samstag bekannt wurde, hob das Schweizer Bundesgericht die zweijährige Sperre gegen den 24 Jahren alten Angreifer in Diensten der Eisbären Berlin auf. Der in Lausanne ansässige Internationale Sportgerichtshof Cas hatte Busch im Juni mit einem Spielverbot belegt, wogegen der Profi vor der höchsten Schweizer Instanz Rechtsbeschwerde einlegte – und in seinem Klub weiter spielte.

„Unserer Beschwerde wurde stattgegeben“, sagte Buschs Anwalt Georg Engelbrecht dem Tagesspiegel. "Der Schiedsspruch des Cas wurde aufgehoben.“ Mit einer Begründung der Entscheidung rechnet Engelbrecht erst in drei bis vier Wochen – dann könne er Genaueres dazu sagen. Generell hält er die Entscheidung aber für durchaus „besonders“. Dass ein Spruch des Cas von einer weiteren Instanz aufgehoben wird, ist eine Rarität.
 
Erstmals gab es das im April 2007.Damals klagte der argentinische Tennisspieler Guillermo Cañas gegen eine vom Cas verhängte Sperre – und bekam Recht. In einer Nachverhandlung wurde seine Sperre verkürzt. Inwiefern die Anti-Doping-Agenturen gegen die Entscheidung im Fall Busch vorgehen, wird sich erst nach der Urteilsbegründung zeigen. Dem Cas-Spruch war ein 15-monatiger Streit vor verschiedenen Gerichten vorausgegangen. Florian Busch hatte am 6. März 2008 eine Dopingprobe verweigert , diese dann aber vier Stunden später auf eigenenene Initative nachholen lassen. Das Ergebnis war negativ.

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