Sport : Der fast schnellste Mann der Welt Wilson Kipsang gewinnt den Frankfurt-Marathon

Erster in Frankfurt und Zweiter in der Weltbestenliste: Der Kenianer Wilson Kipsang nach seinem Sieg am Sonntag. Foto: dapd
Erster in Frankfurt und Zweiter in der Weltbestenliste: Der Kenianer Wilson Kipsang nach seinem Sieg am Sonntag. Foto: dapdFoto: dapd

Frankfurt am Main - Den Weltrekord verpasst, aber in zwei Stunden gut verdient: Der Kenianer Wilson Kipsang hat beim 30. Frankfurt-Marathon mit Streckenrekord in 2:03:42 Stunden gewonnen und dafür insgesamt 95 000 Euro an Preisgeld kassiert. Nur vier Sekunden fehlten dem 28-Jährigen zu weiteren 50 000 Euro. Doch Kipsang verpasste die erst Ende September in Berlin aufgestellte Weltbestmarke seines Landsmannes Patrick Makau (2:03:38) knapp – und damit auch eine Rekordsumme von insgesamt 145 000 Euro, die höchste, die jemals bei einem deutschen Marathon ausgeschüttet worden wäre.

Der 28 Jahre alte Kipsang lag bei seinem vierten Marathon bis kurz vor dem Ziel auf Weltrekordkurs und verpasste erst auf dem letzten Kilometer durch die Stadt der Banken den ganzen großen Coup. Der Vater von drei Kindern lief bei optimalen äußeren Bedingungen damit den zweitschnellsten Marathon der Geschichte. „Es war ein fantastisches Rennen, das Tempo war unglaublich“, sagte Kipsang, der seinen Sieg von 2010 wiederholte. Für einen kenianischen Dreifachsieg über die 42,195 Kilometer unter den 15 000 Läufern sorgten Levy Matebo als Zweiter (2:05:16) und Albert Matebor als Dritter (2:05:25).

Bester Deutscher war der frühere 10 000-Meter-Europameister Jan Fitschen als 32., der zwar die hohe Olympianorm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (2:12:00) verpasste, aber in 2:15:40 Stunden eine starke Vorstellung lieferte. „Ich habe alles richtig gemacht und bin echt happy“, sagte der Wattenscheider. Die Norm für London will Fitschen im Frühjahr angehen.

Völlig erschöpft kam Sabrina Mockenhaupt von der LG Sieg als Neunte bei den Frauen ins Ziel und musste kurzzeitig auf einer Trage medizinisch versorgt werden. In 2:28:08 Stunden unterbot die 32-fache nationale Meisterin wie Susanne Hahn aus Saarbrücken (2:28:49/11.) die Olympianorm (2:30:30), verpasste aber ihre angepeilte Bestzeit um zwei Minuten. „Bis Kilometer 34 lief es nach Plan, dann kam der Mann mit dem Hammer. Ich habe alles riskiert, heute viel verloren, habe aber zumindest die Norm“, sagte Mockenhaupt.

Für Hahn lief die Rückkehr in den Leistungssport 14 Monate nach der Geburt ihres Sohnes Michael nach Maß, einer zweiten Olympia-Teilnahme nach 2008 steht nun nichts mehr im Weg. Zusammen mit Irinia Mikitenko, die die Norm bereits geschafft hat, hat der DLV zumindest drei London-Tickets bei den Frauen sicher. Der Sieg mit Streckenrekord ging derweil an die Äthiopierin Mamitu Daska (2:21:59). dapd

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