Sport : Der Formel-1-Superstar kämpft gegen angebliche Falschmeldungen

Auch ein Millionen-Mann wie Michael Schumacher fühlt sich manchmal arm dran. Da verweigert der Formel-1-Superstar seit Jahren beharrlich jede Auskunft über sein Einkommen, und doch muss er immer wieder lesen, wie viel er verdient. So werden seine Gesamteinnahmen auf insgesamt 115 Millionen Mark geschätzt. Damit ist Schumacher der bestbezahlte Sportler der Welt.

Schumacher weiß, dass er eine Person des öffentlichen Lebens ist. Doch der Preis des Ruhms ist hoch, der zweimalige Weltmeister wird auf Schritt und Tritt verfolgt, fast jede Kleinigkeit wird zur großen Story. Daher versucht der Deutsche, sein Privatleben so gut es geht zu schützen. Gemeinsam mit Ehefrau Corinna und seinen Kindern Gina Maria und Mick zieht sich der Rennfahrer in seiner Schweizer Villa zurück und schottet sich ab.

Im sicheren Versteck unweit des Genfer Sees nahm der 31 Jahre alte Deutsche diese unliebsamen Nebenerscheinungen seines Berufes bisher klaglos hin. Doch unlängst platzte Schumacher der Kragen. "Das geht niemanden etwas an. Man sollte den Spieß mal umdrehen und die Kontoauszüge von denen aushängen, die das immer wieder über andere Leute schreiben", schimpfte der WM-Spitzenreiter.

75 Millionen Mark soll Schumacher angeblich als Jahresgage von Arbeitgeber Ferrari erhalten, weitere 20 Millionen aus dem Verkauf der Fan-Artikel der eigenen Kollektion und ebenfalls 20 Millionen von diversen Privatsponsoren. Mit 20 Prozent ist Schumacher-Manager Willi Weber an sämtlichen Einnahmen seines Schützlings beteiligt - ein stattliches Einkommen, falls alle Summen stimmen.

Doch das ist laut Schumacher nicht der Fall. Der Sieger von 38 Formel-1-Rennen brach beim Thema Geld erstmals sein Schweigen, aber Zahlen nannte er verständlicherweise nicht. "Bei diesen Dingen wird natürlich immer maßlos übertrieben", behauptet Schumacher, der laut Weber jedes Jahr viel Geld für Not leidende Menschen spendet.

Nach Informationen englischer Zeitungen soll sich das Privatvermögen des Ferrari-Stars auf 100 Millionen Pfund (gut 300 Millionen Mark) belaufen. Derartige Spekulationen machen Schumacher wütend: "Für gewisse Leute scheint es wichtig, darüber zu berichten." Beinahe resignierend fügt er hinzu: "Bisher hat es aber nicht geholfen, sich darüber zu beschweren."

Es ärgert Schumacher, wenn er immer häufiger etwas dementieren muss. So zum Beispiel unlängst eine eigentlich harmlose Meldung der italienischen Zeitung "Tuttosport". Die hatte voller Stolz berichtet, dass der Ferrari-Star unter die Weinbauern geht. "Alles Quatsch", konterte Schumacher: "Ich habe das auch nur im Videotext gelesen. Statt nachzufragen, wird diese Story am nächsten Tag vom Fernsehen übernommen, ohne dass sich jemand vorher informiert. Aber ich habe kein Weingut gekauft." Auch der Bericht des Nachrichten-Magazins "Focus" über einen neuen Millionen-Vertrag mit einer Kaufhauskette und einem Spielzeug-Giganten sorgte für ungläubiges Staunen bei Schumacher: "Ich weiß absolut nicht, warum das eine Neuigkeit sein soll. Diese Verbindung gibt es schon seit fast einem Jahr. Das scheint irgendjemandem ziemlich spät aufgefallen zu sein." Auch das Honorar von mehr als zehn Millionen Mark für diesen Deal entspricht laut Schumacher nicht den Tatsachen: "Wenn diejenigen, die über diese Summen schreiben, die Differenz zahlen müssten, wären sie alle bettelarm."

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