Sport : Der Fremde sei Dank

Helmut Schümann

über schwer vermittelbare deutsche Trainer Drei Nachrichten vom deutschen Trainerwesen. Die erste: Winfried Schäfer hat gesagt, man müsse in Dubai genauso für sein Gehalt arbeiten wie woanders, Schäfer trainiert jetzt den arabischen Klub Al Ahli Dubai. Die zweite: Berti Vogts sagt, dass Südkorea ein interessantes Land sei und eine interessante Nationalmannschaft habe. Die dritte: Christoph Daum sagt, irgendeine Nationalmannschaft wolle ihn für die WM 2006 engagieren, möglicherweise ist es Iran. Und was eint die drei Herren? Dass sie in Deutschland schwer oder gar nicht mehr vermittelbar sind. Berti Vogts wieder in der Bundesliga, womöglich mit Kompetenzteam wie einst in Leverkusen? Nicht vorstellbar. Winfried Schäfer? Nicht mal mehr bei TeBe Berlin. Christoph Daum? Von der Kompetenz her schon, aber nicht mal ein schwuler Außenminister würde den moralischen Aufschrei der Empörung bremsen können, wenn der Kokser zurückkäme.

Gut, man mag nun einwenden, dass Al Ahli Dubai nicht die allererste Adresse im Weltfußball ist, Iran auch nicht. Und die Südkoreaner sind längst nicht mehr so dynamisch wie bei der WM im eigenen Land, wo sie flitzten, wie, sagen wir, Lance Armstrong radelte. Aber für ein 3:1 im vergangenen Dezember gegen unsere Deutschen hat es schon noch gereicht. Offensichtlich zählt der deutsche Prophet noch etwas im fremden Lande. In diesem Zusammenhang seien noch Otto Rehhagel und seine Griechen sowie Lothar Matthäus mit den Ungarn erwähnt. Und schon freut man sich, dass das Ausland sich erbarmt, und uns viel Mühsal und große Reden erspart. Danke!

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