Sport : Der Grunge-Bart ist jetzt ab

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Frank Bachner ärgert sich über

zu viel Verständnis für Bayer Leverkusen

Eigentlich hat Reiner Calmund ja permanent die Höchststrafe verdient. Jedenfalls solange der Manager von Bayer Leverkusen öffentlich mit diesem GrungeBärtchen auftritt. Und die bundesweit momentan unbestrittene Höchststrafe ist neben einem Abendessen mit Dieter Bohlen das Betrachten eines Spiels von Leverkusen in voller Länge. Andererseits ist in Kürze damit zu rechnen, dass Calmund mit einem Seilzug auf seinen Tribünenplatz gehievt werden muss; der Mann verdient wegen Herzinfarktgefahr auf Grund horrenden Übergewichts also gewisse Nachsicht. Vergeben deshalb, dass er das Trauerspiel gegen Newcastle nicht live betrachtete. Leverkusen wollte ja ohnhin nur mit einer B-Auswahl auflaufen, weil doch alle Kraft für die Bundesliga benötigt wird. Konnte man ja verstehen, selbst um den Preis, dass ein Vertreter von Deutschlands Fußball spielerisch in harte Konkurrenz zum Niveau von Papua-Neuguinea treten würde. Und dass die Trümmertruppe Punkte für die Fünf-Jahres-Wertung der Uefa verspielen würde, nach der sich die Zahl der deutschen Teams im Europacup richtet – nicht nett, aber verständlich.

Die Schmerzgrenze für eine B-Auswahl war also breit ausgewalzt. Für eine B-Auswahl! Nur verkündet Trainer Hörster locker: „Das war personell unsere beste Elf.“ So also wird übermenschliche Toleranz gewürdigt. Da hilft nur eine harte Reaktion, Angemessen wäre die Zwangsvorführung von Reiner Calmund zu allen Leverkusen-Spielen. Zuvor aber, als Sofortmaßnahme quasi, eine lustvolle Nassrasur.

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