Sport : Der Jubel verstummt

Nürnberg hadert nach dem 2:2 gegen den VfB

Mein Ball gehört mir. Cacau (vorne) lässt Robert Mak nicht ans Leder. Foto: dpa
Mein Ball gehört mir. Cacau (vorne) lässt Robert Mak nicht ans Leder. Foto: dpaFoto: dpa

Nürnberg - Hinterher galt das Interesse mal wieder dem Schiedsrichter. „Wenn man so etwas pfeift, dann gute Nacht deutscher Fußball“, schimpfte Trainer Dieter Hecking nach dem unnötigen Punktverlust seines 1.FC Nürnberg beim 2:2 (1:0) gegen den VfB Stuttgart. Im Fokus stand die umstrittene Entscheidung von Markus Wingenbach, ein Handspiel des fränkischen Verteidigers Philipp Wollscheid im Strafraum mit Elfmeter zu bestrafen.

Der Referee stufte die Ballberührung des 22-Jährigen als absichtlich ein – und stand damit ziemlich alleine da. „Eine Frechheit“, sagte Hecking. Wollscheid bezeichnete den Pfiff als „Fehlentscheidung“. Durch den Strafstoß zum 1:1 von Zdravko Kuzmanovic kamen die bis dato pomadigen Stuttgarter zurück ins Spiel, nachdem Routinier Timmy Simons die engagierten Nürnberger mit einer Direktabnahme in Front geschossen hatte. Mit einem Kopfball brachte Wollscheid den Vorjahressechsten zwar erneut den drei Punkten näher, doch der sträflich freistehende Mexikaner Maza sicherte den Gästen einen glücklichen Zähler.

Nach vier sieglosen Partien am Stück verpassten die Franken erneut die Chance auf einen befreienden Sieg. Dennoch bleibt Nürnberg für den VfB um Trainer Bruno Labbadia ein unbequemer Kontrahent. In der Vorsaison verlor Stuttgart gegen Nürnberg 1:4, es ist für Labbadia immer noch die höchste Pleite als VfB-Coach. „Von der Moral her war es eine gute Einstellung“, meinte der Trainer angesichts des zweimaligen Rückstands.

Die Gastgeber strotzten vor Angriffslust. Allein in der ersten Halbzeit schossen die Nürnberger Spieler zwölfmal aufs Tor. Bei strahlendem Sonnenschein, aber Temperaturen um den Nullpunkt stellten die Franken Stuttgart dank ihrer schnellen Offensivkräfte immer wieder vor Probleme. Als Wollscheid nach einer Ecke von Marvin Plattenhardt den Ball sehenswert zum 2:1 ins Tor köpfte, hatten die Nürnberger Fans ihm schon die vorangegangene Aktion, die zum Elfmeter führte, verziehen. Doch der Jubel der Nürnberger Anhänger verstummte, als Maza per Kopf für die Gäste ausglich. dpa

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