Sport : Der Jugend eine Gasse

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Michael Rosentritt über

Rudi Völlers Verjüngungskur

Paul Freier für Deutschland. Nicht unsere, sondern Rudi Völlers Idee. Keine Angst, dem Teamchef der deutschen Fußballnationalmannschaft, dem nach dem desaströsen EM-Abschneiden bei der WM in Asien eine nicht für möglich gehaltenen Renaissance gelang, ist der Ruhm nicht zu Kopfe gestiegen. Völler macht da weiter, wo er in Asien aufgehört hat. Entgegen dem Willen der Öffentlichkeit hielt Völler am übergroßen Teil der EM-Versager von 2000 fest. Und wurde belohnt. Vor allem aber wegen seiner vorsichtigen Verjüngung mit Augenmaß. Der 23-jährige Bochumer Freier ist einer von drei Nachwuchsspielern, die der Teamchef jetzt für das Länderspiel am kommenden Mittwoch in Sofia gegen Bulgarien nominiert hat. Freier, wie auch Arne Friedrich und Daniel Bierofka, durchlaufen seit Jahren die Auswahl-Nachwuchsmannschaften. Diesen entsprangen auch die jungen Christoph Metzelder und Sebastian Kehl, die ebenfalls über Nacht von Völler berufen worden waren, sich bei der WM zu Stammspielern entwickelten und als Schlüsselspieler für die WM 2006 im eigenen Land gelten. Aber Völler wird aufpassen müssen. Auf dem Weg zum großen Ziel in vier Jahren liegt noch die EM 2004 in Portugal. Sollte sein Team dieses Etappenziel nicht erreichen, also in der Qualifikation irgendwie zwischen Schottland, Island, Litauen und den Färöer stecken bleiben, wäre es mit dem zurückgewonnenen Vertrauen der Deutschen in ihre Nationalmannschaft dahin. Völler weiß, dass sich der Gastgeber der WM 2006 für Portugal qualifizieren und dort eine erfolgreiche EM feiern muss. Wenn es sein muss mit Paul Freier.

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