Sport : Der Kater vor dem Fest

Friedhard Teuffel

zweifelt, ob beim DFB-Pokal die Richtigen im Finale stehen Der DFB-Pokal darf sich seine Finalteilnehmer leider nicht aussuchen, sonst hätte er sich vielleicht für den Hamburger SV entschieden und den VfL Wolfsburg. Für die wäre der Pokalsieg etwas ganz Außergewöhnliches, sie hätten ihn in den vergangenen Wochen als ihre einzige Geliebte angepriesen, weil sie von der Bundesliga so enttäuscht worden sind. Stattdessen spielen nun Werder Bremen und Alemannia Aachen gegeneinander.

Für die Bremer ist der Pokal nur im Doppel mit der Meisterschaft einmalig, weil sie beides zusammen noch nie in einer Saison gewonnen haben. Und für die Aachener ist er nur ein Becher des Trostes nach dem verpassten Aufstieg in die Bundesliga. In den vergangenen Tagen haben beide Klubs noch zusätzlich in Frage gestellt, ob sie für dieses Saisonabschlussfest die richtigen Gäste sind. Der Pokal verlangt schließlich Harmonie nach jeder hektischen Bundesligasaison. Aber Bremer und Aachener sind schon vor diesem Abschlussball verkatert.

Die Bremer Klubführung hat in dieser Woche mit ihren Spielern über die Meisterprämie gestritten, die Aachener sind sich uneins darüber, ob sie sich von Karlheinz Pflipsen trennen sollen. Trainer Berger will, Manager Schmadtke nicht. Wenn Pflipsen gehen muss, dann wird hoffentlich er sich heute wie ein gern gesehener Gast aufführen und das Finale zu einem großen Abschiedsfest machen.

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