Sport : Der Kokain-Schock

Chelseas Adrian Mutu steht unter Dopingverdacht

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London – Die Reaktion war, wie sie immer in solchen Fällen ist. „Nachdem ich davon gehört hatte, habe ich Mutu angerufen, und er war absolut schockiert“, sagte Victor Becali der Zeitung „Daily Star“. Becali ist Berater des rumänischen Fußballprofis Adrian Mutu. Der wiederum spielt beim FC Chelsea in London und sieht sich seit gestern mit schweren Dopingvorwürfen konfrontiert. Medienberichten vom Wochenende zufolge soll Mutu im Trainingslager des Klubs vor einem Monat positiv auf den Gebrauch einer verbotenen Substanz getestet worden sein. Die Rede ist von Kokain.

Rumäniens Sportler des Jahres 2003 selbst schweigt zu diesen Anschuldigungen. Dafür reden seine Berater. „Wir warten auf die Gegenprobe, und bis dann können wir nur warten und sehen, was passiert. Wir denken nicht, dass es lange dauern wird, möglicherweise ein paar Tage“, sagte Andrea Pretti, ein weiterer Vertrauter des Stürmers.

Rückendeckung bekam der 25-jährige Mutu vom Teamarzt der rumänischen Nationalmannschaft, Pompiliu Popescu: „Adrian hat niemals irgendetwas genommen, das nicht ich ihm gegeben habe. Er ist unter strikter Beobachtung, und er würde nie seine Karriere auf diese Art riskieren.“ Sollte auch die B-Probe positiv sein, droht Mutu eine Strafe von zwei Jahren.

Der englische Fußball-Verband FA bestätigte die Anschuldigungen bislang nicht, auch Chelsea gab keine Stellungnahme ab. Der Geschäftsführer der Profi-Fußballer-Vereinigung, Gordon Taylor, zeigte sich darüber enttäuscht, dass der Fall öffentlich wurde. „Wir wussten seit kurzer Zeit, dass es einen positiven Test gibt, weil wir mit dem Verband an einem Drogen-Test arbeiten, aber das ist ein Vertrauensbruch“, sagte er. dpa

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