Der Kopf ist gefordert : Hertha ringt um Besserung

Hertha Spieler versuchen die Niederlage gegen Nürnberg aus den Köpfen zu bekommen. Von grundsätzlichen Problemen der Mannschaft will Trainer Markus Babbel vor dem Spiel am Samstag beim HSV aber nichts wissen.

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Im Fußball gibt es für den Umgang mit einer Saisonauftaktniederlage kein Handbuch. Will heißen, es gibt nicht den einen wahren Weg. Markus Babbel entschied sich am Dienstag für einen Kompromiss. Die erste Trainingseinheit nach dem bitteren 0:1 gegen Nürnberg hatte es vom Umfang her in sich, die zweite Einheit, die für den Nachmittag vorgesehen war, strich Herthas Coach ersatzlos.

Vielleicht lag es daran, dass Babbel nur die Hälfte seines Kaders zur Verfügung stand. Spieler wie Kobiaschwili, Lustenberger, Torun sowie die drei deutschen U-21-Auswahlspieler Neumann, Lasogga und Perdedaj waren zu Länderspielen abkommandiert. Angeschlagene Spieler wie Kraft, Hubnik, Ronny und Ebert ließen sich behandeln oder waren rehabilitativ aktiv.

Auf geht's zum nächsten Spiel. Für Hertha und Trainer Babbel kann es nach dem 0:1 gegen Nürnberg nur besser werden.
Auf geht's zum nächsten Spiel. Für Hertha und Trainer Babbel kann es nach dem 0:1 gegen Nürnberg nur besser werden.Foto: dpa

„Es gab keine große Analyse“, sagte Babbel nach dem Vormittagstraining, „mit zwölf Hanseln brauche ich das nicht zu machen.“ Das werde er am Donnerstag nachholen, wenn der Kader wieder komplett ist. Derweil wollte der Trainer die Zeit nutzen, um im Mentalen zu wirken. „Wir werden durch Gespräche versuchen, den Spielern die Angst zu nehmen“, sagte Babbel. Als Nächstes fahre die Mannschaft zum Auswärtsspiel nach Hamburg, wo es auch ein tolles Stadion gebe, das auch wieder gut gefüllt sei. „Das muss doch einfach Spaß machen, dort zu spielen.“

Herthas Trainer ist nun gefordert, seiner Mannschaft den Glauben an die eigene Stärke zu vermitteln und mit diesem auch die Lust und Lockerheit, diese auf den Rasen zu bringen. Daran ist das Team am Samstag grandios gescheitert. „Dann waren plötzlich die Oberschenkel dick und die Köpfe sehr langsam“, wie es Babbel ausdrückte. „Es ist der Kopf, der möchte, aber nicht kann.“ Aufkommende Versagensängste möchte der Trainer liebend gern im Keim ersticken. „Wir müssen eine gewaltige Schippe drauflegen, denn es war ein richtig schlechtes Spiel von uns gewesen.“

Hertha gegen Nürnberg in Bildern
Der Nürnberger Neuzugang Tomas Pekhart (r.) erzielte gegen Hertha BSC in der 80. Spielminute das einzige Tor des Spiels. Lewan Kobiaschwili (m.) kann es nicht fassen.Alle Bilder anzeigen
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06.08.2011 23:12Der Nürnberger Neuzugang Tomas Pekhart (r.) erzielte gegen Hertha BSC in der 80. Spielminute das einzige Tor des Spiels. Lewan...

Ein wenig ratlos wirkte der Trainer dabei. Die Mannschaft hätte ja schon gezeigt, dass sie es besser könne, sagte er. Grundsätzliche Probleme, etwa eine nur bedingte Bundesligatauglichkeit schloss Babbel kategorisch aus. Dessen Hoffnung für die nächste Aufgabe in Hamburg basiert allerdings auf dünnem Fundament. „Das sind doch gute Jungs, die lernwillig sind. Ich sehe da überhaupt keine Probleme“, sagte Babbel. „Wir müssen es nur auf dem Platz insgesamt besser machen.“ Dazu gibt es nun wahrlich keine Alternative.

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