• Der Lärm der Schienbeinschoner Die Schotten kritisieren nach dem 0:1 in Litauen den Schiedsrichter

Sport : Der Lärm der Schienbeinschoner Die Schotten kritisieren nach dem 0:1 in Litauen den Schiedsrichter

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Kaunas (Tsp). Gesehen hatte Schiedsrichter Fritz Stuchlik nichts, aber da war dieses verdächtige Geräusch. Für den Österreicher ein klarer Fall: Elfmeter für Litauen im EMQualifikationsspiel gegen Schottland. Tomas Razanauskas verwandelte den Strafstoß nach 76 Minuten zum 1:0-Sieg. Jackie Mc Namara, der das Foul an Darius Maciulevicius begangen haben soll, war fassungslos. „Der Junge hat meinen Schienbeinschoner berührt, als er an mir vorbeilief. Als ich den Schiedsrichter fragte, sagte er mir, dass er ein Geräusch gehört habe. Ich kann nicht glauben, dass solche Dinge im Fußball passieren“, jammerte er.

Aber sie passieren eben doch, und so konnten sich die Schotten nur vier Tage über die Tabellenführung in der Gruppe 5 freuen. Nach der Niederlage am Mittwoch in Kaunas stehen wegen der besseren Tordifferenz die Deutschen, die sich am Sonnabend in Nürnberg zu einem 1:1 gegen die Balten gequält hatten, wieder ganz oben. Sie haben ebenso sieben Punkte wie Schottland und Litauen, das allerdings schon zwei Spiele mehr bestritten hat als die deutsche Nationalmannschaft.

Für den ehemaligen Bundestrainer Berti Vogts war es im 13. Länderspiel als Coach der Schotten die achte Niederlage. Und, seltsames Geräusch hin oder her, die Medien in der Heimat geizten nicht mit Häme nach der Niederlage beim 106. der Weltrangliste. „Eine Qual für trostlose Schotten“, titelte der „Scotsman“, „The Sun“ schrieb von „Bertis Trip ins Niemandsland“. Der „Herald“ wurde noch deutlicher: „Schottland verdiente keinen Punkt in diesem Spiel. Keiner von uns möchte noch einmal bei einem solchen Spiel sitzen, das von so viel Schweiß und Mangel an Inspiration gekennzeichnet ist.“

Berti Vogts hingegen lobte seine kämpfenden Mannen und ärgerte sich wegen des Elfmeters. „Litauen hat nur auf Fehler gewartet, dann hat jemand einen Fehler gemacht, und wir haben das Spiel verloren.“ Er meinte Herrn Stuchlik und dessen Vertrauen auf sein Gehör.

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