Sport : Der lange Weg zur Rettung

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Dortmund Eines zumindest scheint inzwischen gesichert. Die sechs Spiele der Weltmeisterschaft 2006 im Dortmunder Westfalenstadion werden wohl wie geplant stattfinden. In der allgemeinen Irritation über die finanzielle Lage der Borussia war sogar fraglich gewesen, ob die fünf Millionen Euro für nötige Umbauarbeiten aufgebracht werden könnten.

Die wichtigste Nachricht für Dortmund war am Freitagabend bekannt geworden. Nach einer dreistündigen Krisensitzung stimmten die Gläubiger der Borussia Dortmund KGaA dem Sanierungskonzept des börsennotierten Fußball-Unternehmens zu. Bis zum Geschäftsjahr 2006/07 stunden die Gläubiger dem Klub Zinsen und Tilgung der Altkredite. Außerdem stellen sie dem BVB weitere Finanzmittel zur Überbrückung zur Verfügung. Damit wird der Klub wohl zumindest die laufende Saison finanziell durchhalten.

Der nächste wichtige Schritt zur Sanierung des angeschlagenen Unternehmens soll am 14. März erfolgen – einen Tag, bevor der Klub die Lizenzunterlagen bei der Deutschen Fußball-Liga einreichen muss. Dann sollen die Zeichner des Immobilienfonds für das Westfalenstadion einem teilweisen Rückkauf der Arena zustimmen. BVB-Manager Michael Meier hatte dies als zentralen Punkt des Sanierungskonzepts bezeichnet. Ursprünglich war der Rückkauf des Stadions, das der Klub 2002 an eine Immobiliengesellschaft verkauft hatte, erst 2017 vorgesehen. Die Borussia hofft, mit dem Rückkauf die hohen Mieten für die Nutzung des Stadions einzusparen. Nur wenn die Sanierungsmaßnahmen komplett umgesetzt werden, kann der Klub die Insolvenz noch verhindern. Ohne das Konzept rechnet der BVB mit einem Verlust von 68,8 Millionen Euro für die laufende Spielzeit. Schon in der vergangenen Saison hatte der Klub ein Minus von 73,3 Millionen Euro verbucht. Tsp

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