Sport : Der Leichtathletik droht ihr größter Dopingskandal seit dem Fall von Ben Johnson

jöwe

Die Leichtathletik könnte in den größten Dopingskandal schlittern, seit der Kanadier Ben Johnson beim olympischen 100-m-Finale 1988 in Weltrekordzeit durch das Ziel sprintete und dann positiv getestet wurde. Während es offenbar einen Dopingverdacht gegen Javier Sotomayor gibt, wurde Linford Christie vom britischen Verband UK Athletics nach einer positiven Probe inzwischen suspendiert. Ausgerechnet an dem Tag, an dem jener Ben Johnson, der nach Olympia 1988 ein zweites Mal positiv getestet wurde, vor der IAAF versucht, gegen seine lebenslange Sperre anzugehen, werden der Verdacht gegen den kubanischen Hochspringer und die Suspendierung des britischen Sprinters bekannt.

Christie wurde während seiner aktiven Karriere mehrmals des Dopings verdächtigt. Jetzt scheint er überführt, wobei eine bewußte Einnahme eines Dopingmittels eigentlich in seiner jetzigen Situation wenig Sinn macht. Denn die Jagd nach Titeln, Rekorden und den damit verbundenen Prämien hat der Engländer 1997 offiziell beendet. Christie arbeitet unter anderem als Trainer und ist im Athleten-Management tätig. Nur gelegentlich ging er noch an den Start, mehr aus Spaß an der Show.

Der Fall Javier Sotomayor könnte da anders liegen. Bei der Leichtathletik-WM galt der Titelverteidiger Ende des Monats als Mitfavorit. Der Hochspringer ist das kubanische Sport-Aushängeschild schlechthin. Sollte es sich allerdings bei der gefundenen Substanz um Kokain handeln, dann wäre dies wiederum kein Vergleich zu Johnson.

Beide Fälle, Christie und Sotomayor, werden aber weitergehen und einen Schatten auf den Sport werfen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar