Der letzte Bundesligaspieltag : Offenes Ende: Was sich erst am letzten Spieltag entscheidet

Champions League, Europa League, Abstieg. Die Meisterschaft ausgenommen, wird in der Bundesliga alles am letzten Spieltag entschieden.

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Stirbt der Dino aus? Die Bundesliga-Uhr beim HSV könnte künftig nicht mehr ticken.
Stirbt der Dino aus? Die Bundesliga-Uhr beim HSV könnte künftig nicht mehr ticken.Foto: imago

Eine Bundesligasaison dauert 27 540 Sekunden plus Nachspielzeit, und doch dauert es manchmal bis zur buchstäblich letzten Sekunde, ehe die letzten Entscheidungen fallen. Wer Meister wird, ist schon seit Wochen klar, (fast) alles andere wird sich erst am kommenden Samstag klären, am letzten Spieltag der Saison 2013/14.

CHAMPIONS LEAGUE

Zwei der drei festen Plätze für die Bundesliga sind vergeben: an Meister Bayern und seinen Vize Dortmund. Um den letzten konkurrieren Schalke und Leverkusen. Schalke genügt gegen Nürnberg ein Unentschieden, um Platz drei zu behaupten. Alles spricht in diesem Duell für die Schalker, auch die Historie. Ihre letzte Heimniederlage gegen den Klub liegt fast 21 Jahre zurück.

Der Vierte kann noch über die Play- offs die Champions League erreichen. Drei Klubs – Leverkusen (58 Punkte), Wolfsburg (57) und Mönchengladbach (55) – kommen dafür infrage. Leverkusen ist mit einem Sieg zu Hause gegen Werder Bremen sicher für die Qualifikation qualifiziert, ein Unentschieden reicht nur, wenn Wolfsburg im direkten Duell mit Mönchengladbach nicht gewinnt.

EUROPA LEAGUE

Dadurch, dass die beiden DFB-Pokalfinalisten Bayern und Dortmund bereits für die Champions League qualifiziert sind, berechtigt in diesem Jahr auch Platz sieben zur Teilnahme am Europapokal. Wolfsburg und Gladbach bestreiten am Samstag das Spiel um Platz fünf. Der Fünfte ist direkt für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert, der Sechste muss erst noch in den Play-offs ran. Durch ihren Sieg in Stuttgart befinden sich die Wolfsburger in der günstigeren Position. Bis zu Olics Tor in der Nachspielzeit lagen sie in der virtuellen Tabelle noch hinter den Gladbachern. Die müssen nun in Wolfsburg gewinnen, um den VfL zu überholen. „Die Spiele in Wolfsburg waren in den vergangenen Jahren sehr schwierig“, sagt Borussias Verteidiger Martin Stranzl. Der letzte Gladbacher Sieg liegt zehn Jahre zurück. Allerdings hat die Borussia am letzten Spieltag in Wolfsburg schon einmal ein Wunder erlebt. 1998 schaffte sie durch ein 2:0 den nicht mehr für möglich gehaltenen Klassenerhalt.

Um Platz sieben streiten Mainz (50 Punkte, gegen den HSV) und Augsburg (49, gegen Frankfurt). Verliert Mainz, reicht Augsburg wegen der besseren Tordifferenz ein Unentschieden. Der Siebte muss nicht nur die Play-offs, sondern auch eine Qualifikationsrunde vor Beginn der neuen Bundesligasaison überstehen.

ABSTIEG

Der Hamburger SV durchlebt gerade deprimierende Wochen, doch so surreal das klingt: Die Ausgangslage ist vor dem letzten Spieltag für den HSV fast schon komfortabel. Er liegt einen Punkt vor Nürnberg, zwei vor Braunschweig, und selbst wenn er in Mainz verlieren sollte, hat er gute Chancen, Platz 16 zu behaupten und damit die Relegation gegen den Zweitligadritten zu erreichen. Nürnberg zöge wegen der schlechteren Tordifferenz nur mit einem Sieg in Schalke an den Hamburgern vorbei, Braunschweig müsste in Hoffenheim ebenfalls gewinnen. Allzu wahrscheinlich klingt das nicht. Wahrscheinlicher ist die Variante, dass mal wieder alle drei verlieren.

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