Sport : Der letzte Schrei

Maria Scharapowa scheitert im Achtelfinale

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Immer, wenn sie einen besonders wichtigen Punkt spielt, schwillt das Stöhnen von Maria Scharapowa zu einem Fortissimo an. Gestern kicherten einige Zuschauer auf dem Centre Court der German Open oder versuchten, die Schreie leise nachzuahmen. Nach 59 Minuten schrie die Russin besonders laut bei jedem Schlag. In diesem Moment gewann sie gerade den ersten Satz gegen die USAmerikanerin Jennifer Capriati. Dann aber tönte die Russin nicht mehr so laut. 7:5, 4:6, 1:6 verlor sie gegen die hohe Favoritin.

Scharapowa führte die Niederlage auf die größere Erfahrung ihrer Gegnerin zurück. „Jennifer kennt diese Situationen, sie hat sie schon öfter erlebt“, erklärte die 17-Jährige. In den ersten beiden Sätzen zeigte die blonde Russin jedoch, warum sie als eines der größten Talente auf der WTA-Tour gilt. „Ich wollte ein bisschen angreifen.“ Das ist ihr lange Zeit gut gelungen. „Im dritten Satz ist ihr die Luft ausgegangen“, sagte Capriati, „ich habe auch wegen meiner Fitness gewonnen.“ Die 28-Jährige zog ebenso wie Venus Williams und die Französin Amelie Mauresmo ins Viertelfinale ein, musste aber zugeben: „Ich habe heute nicht mein bestes Tennis gespielt.“

Über ihr lautes Stöhnen während des Matches sagte Scharapowa: „Ich weiß gar nicht einmal, dass ich das mache.“ Jennifer Capriati ließ sich dadurch jedoch nicht irritieren. „Ich war einfach zu konzentriert“, sagte sie. Auch hat sie das in ihrer langen Karriere nicht zum ersten Mal erlebt. „Maria stöhnt nicht am lautesten“, sagt Capriati. „Monica Seles konnte das noch besser.“ ben

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