Der letzte Trumpf sticht : Füchse besiegen Hannover mühsam 28:25

Harte Arbeit, statt Schongang in der Bundesliga: Die Handballer der Füchse Berlin besiegen den TSV Hannover-Burgdorf wie schon im Hinspiel nur knapp.

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Eigentlich sollte das Spiel gegen den Tabellen-14. für die Handballer der Füchse nur eine Pflichtaufgabe werden. Die Berliner wussten zwar aus dem mühevollen 31:28 im Hinspiel, dass der TSV Hannover-Burgdorf auch in der Schmeling-Halle wohl nicht im Vorbeigehen zu bezwingen sein würde – zu einem mitreißenden Auftritt konnten sie sich trotzdem nicht aufraffen. Im Gegenteil: Die vorgezogene Begegnung des 18. Spieltages zwischen dem Bundesligadritten und den Niedersachsen war hart umkämpft, vor 5603 Zuschauern mussten die Füchse bis zum Endstand von 28:25 (11:10) um den Sieg bangen. Die Anstrengungen in der Champions League gehen am Team von Dagur Sigurdsson offenbar nicht spurlos vorbei.

Nur der Start ließ mehr erwarten, dann trat vor den Augen von Nationaltrainer Martin Heuberger sehr schnell Ernüchterung ein. Von seinen Auswahlkandidaten bei den Füchsen konnte Heuberger zunächst nur Sven-Sören Christophersen beobachten, erst kurz vor Schluss bekam er auch Silvio Heinevetter zu Gesicht, Markus Richwien pausierte. Christophersen sorgte zunächst mit fünf Toren für Beruhigung im Spiel, umso härter traf es die Füchse, als er sich in der 37. Minute an den Oberschenkel griff und in der Kabine verschwand. Seine Mitspieler verkrafteten den Ausfall gut: Petr Stochl vereitelte klare Torchancen, Johannes Sellin traf von Rechtsaußen und Ivan Nincevic sowie Torsten Laen nutzten die Gegenstöße clever zur Ergebniserhöhung aus.

Beim 26:21 nach 52 Minuten schien das Spiel entschieden. Hannover aber kämpfte und lag vier Minuten vor Schluss nur noch 25:27 zurück, Sigurdsson musste seinen letzten Trumpf ziehen: den von einem Grippeinfekt angeschlagenen Heinevetter. Der Nationaltorhüter bewahrte die Füchse vor einem Punktverlust. Erst hielt er einen Ball des frei vor ihm auftauchenden Lars Lehnhoff, dann als Krönung seines kurzen Auftritts auch noch einen Siebenmeter von Morten Olsen. Damit war der Widerstand der Gäste endgültig gebrochen, die Füchse konnten sich für den elften Saisonsieg feiern lassen.

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