• Der Manager von Hertha BSC befürwortet die dezentrale Vermarktung der TV-Übertragungsrechte für die Erste Liga

Sport : Der Manager von Hertha BSC befürwortet die dezentrale Vermarktung der TV-Übertragungsrechte für die Erste Liga

Dieter Hoeneß, der Manager des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC, befürwortet eine dezentrale Vermarktung der TV-Übertragungsrechte für die Erste Liga. "Live-Spiele sollten nach dem Verursacherprinzip vermarktet werden, nicht nach sozialistischem Verteilungsprinzip", erklärte Hoeneß im Berliner Radiosender Hundert,6.

Auch wenn dies einzelne Spitzenvereine stärke, sehe er die Einzelvermarktung positiv: "Eine starke Spitze macht erst eine qualitative Breite in der Liga möglich. So können Stars entstehen, davon profitiert die ganze Liga." Eine "Abstrahlung von Topvereinen auf die Basis" sei wichtig, so der Hertha-Manager. "Mittelfristig wollen auch wir von der dezentralen Vermarktung profitieren."

Zugleich kritisierte Hoeneß die bereits gefallene Entscheidung des Berliner Senats, eine Renovierung des Berliner Olympiastadions dem Neubau eines Fußballstadions vorzuziehen. "Jetzt ist eingetreten, was ich prophezeit habe: Es gibt Schwierigkeiten, Investoren zu finden. Mit dem Anspruch, Sportstadt Nummer eins zu sein, verpasst es Berlin, eine moderne Fußball-Arena zu haben." Die Widrigkeiten durch den vierjährigen Umbau und die eingegangenen baulichen Kompromisse würden Berlins Bedeutung als Sportmetropole nicht gerecht.

Bei einem Turnier in Athen bezwang Hertha BSC am Samstagabend Iraklis Saloniki mit 1:0 (1:0). Den Treffer vor nur 3000 Zuschauern erzielte Kjetil Rekdal per Elfmeter kurz vor der Pause. Andreas Neuendorf war zuvor im Strafraum gefoult worden. Im Endspiel (bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht beendet) traf Hertha gestern am späten Abend auf Gastgeber AEK Athen, der im anderen Halbfinale mit 3:2 gegen Leicester City gewonnen hatte.

0 Kommentare

Neuester Kommentar